Einfach mal machen!
Shownotes
Ärger ist so alltäglich wie unangenehm. Doch warum ärgern wir uns sooft? Welche Mechanismen in unserer Psyche sind dafür verantwortlich? Welche Ärger-Verhaltensweisen sind destruktiv und wie finden wir konstruktive Strategien im Umgang damit? Anhand von Fallgeschichten klären wie die psychologischen Zusammenhänge und geben dir hilfreiche Tipps und Übungen an die Hand.
Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge
- Erkenntnisse aus der Hirnforschung: Wie beeinflussen unsere Gedanken und Gefühle unser Verhalten?
- Kongruenzerleben: Wie können wir unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten in Einklang bringen?
- Übung: Beobachte dein Kongruenzerleben im Alltag
Wir wünschen dir eine gute Zeit voller stimmiger Augenblicke.
Deine Maja und Claudia
In dieser Podcastfolge beziehen wir uns auf Erkenntnisse des kürzlich verstorbenen Hirnforschers Gerhard Roth. Mehr Infos über ihn und viele seiner erkenntnisreichen Sachbücher findest du auf der Website des KlettCotta Verlags, hier.. Und wir erwähnen den Begriff Kongruenzerleben von Carl R. Rogers.
Bis heute prägt der US-amerikanischen Verhaltenstherapeuten und Gründers der humanistischen Psychologie unsere Arbeit und unsere Haltung als Beraterinnen und Therapeutinnen. Vor fast 20, Maja und Claudia, haben uns vor fast 20 Jahren in der Ausbildung zur klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers kennengelernt und sind seitdem beruflich und privat in Freundschaft verbunden.
Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du zum Nachlesen auf unserer Website hier.
Unser Podcast "Wecke deine Lebensfreude" erscheint jeden zweiten Sonntag in meinem Podcast-Kanal und im kostenlosen Online-Newsletter des PAL Verlags Vitamine für die Seele. Darin erhältst du viele weitere Beiträge und Impulse zum Thema, dazu ein Video und einen Psychotest. Übrigens: Als Abonnentin oder Abonnent erhältst du 10% Extra-Rabatt auf alle Jahreskalender-Ausgaben. Mehr Infos zum Newsletter und zu Anmeldung findest du hier.
Transkript anzeigen
00:00:06: Wecke deine Lebensfreude, der psychologische Podcast von und mit Maya Günther
00:00:19: und Claudia Morgenstern.
00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts!
00:00:28: Heute sprechen wir darüber wie Erfahrungen mit unseren Gefühlen verankert sind.
00:00:34: Ich muss da direkt denken an eine Klientin die neulich bei mir war und die ist durch Zufall umgezogen oder beziehungsweise hat sie eine neue Wohnung gesucht.
00:00:44: Und sie hat mir erzählt, ich stand in der Wohnung und ich wusste das ist mein Zuhause.
00:00:50: hier fühle ich mich wohl!
00:00:53: Das ist doch spannend dass man manchmal irgendwo isst und unabhängig von wie viel Zimmer hat die Wohnung was kostet?
00:01:00: Die Wohnung war einfach ein Gefühl da was so ganz klar diese Entscheidung gefördert hat für diese Wohnung Und es war so ganz präsent.
00:01:10: und sie hat mir dann so Wahrnehmungen auch geschildert, wie das Licht zum Fenster reinkam und diese Aussicht schön ist.
00:01:17: Das ist ja vermutlich verbunden mit irgendwelchen vergangenen Erfahrungen wo sie mal in der Sonne saß und entspannt war und sich der Körper gut angefühlt hat oder vielleicht auch mit vielen anderen Dingen die wir jetzt nicht kennen.
00:01:32: Auf jeden Fall hat das Gefühl gestimmt in dem Moment.
00:01:35: Find ich ganz spannend, was du erzählst, Marja?
00:01:39: Denn genau das, was die Klientin auch so erlebt hat dieses stimmige Gefühl – das lässt sich ja zusätzlich wissenschaftlich belegen!
00:01:48: Wir haben da von der neuropsychologischen Seite oder von der Hirn-Anatomie drauf geschaut und sah limbisches System.
00:01:57: Und in diesem limbischen System, das ist eine bestimmte Gehirnregion die ich so bei den Schlefen lappen da treffe Ich emotionale Bewertungen.
00:02:07: Das heißt bei dem Beispiel was du gesagt hast Die Klientin hat auch die Lichtverhältnisse Betrachtet oder vielleicht den Baum vor dem Fenster gesehen und die Räume bewertet und dass waren so externe Reize die sie hergenommen hat.
00:02:23: die werden verarbeitet reagiert unser Körper, das limbische System setzt dann vegetative Reaktionen in Gang durch diese Bewertung und sie spürt dann ah jetzt habe ich ein stimmiges Gefühl oder im Körper kommt dann Entspannung auf.
00:02:40: Das spiegelt sich auch alles in unseren organischen Prozessen wieder was dann im Leben erlebbar ist.
00:02:49: Das heißt, das limbische System ist für die Gefühle zuständig?
00:02:52: Ja genau und der Gegenspieler – das soll jetzt aber nicht wie ein Konkurrenz sich anhören – der Gegendspieler von dem limbischen System ist unser präfrontaler Cortex.
00:03:03: Das ist unser Stirnlappen ist für die Vernunft zuständig.
00:03:09: Und da werge ich die Vor- und Nachteile ab, jetzt vielleicht auch mit der Wohnung oder mit der Miete und dem Arbeitsweg...
00:03:17: Ich
00:03:18: habe da auch die Möglichkeit über meine Zukunft nachzudenken oder Probleme zu lösen.
00:03:23: Das macht der Prefrontale Cortex und er ist mit unserem
00:03:27: Gefühlsgehirn
00:03:30: verschaltet.
00:03:31: und im MRT Wenn man da so die Bildgebung mit einbezieht, dann sieht man das gerne.
00:03:38: der präfrontale Cortex.
00:03:40: Versucht die Kontrolle über das limbische System einzunehmen und die Gefühle sozusagen kontrollieren möchte sich noch mal als vordere Instanz davor stellt ja aber sie sind beide miteinander verschaltet.
00:03:57: Letztendlich ist
00:03:59: es so,
00:03:59: dass Forscher auch sagen ... Ich nenne jetzt mal einen.
00:04:03: Das ist der Gerhard Roth.
00:04:05: Ein wichtiger Hirnforscher.
00:04:06: Der sagt letztendlich lenkt nicht die Vernunft unser Handeln sondern die Gefühl und unsere Effekte.
00:04:14: Und das ist uns nicht immer so bewusst aber es findet statt!
00:04:19: Gerade wenn wir ganz komplexe Entscheidungen ... zu treffen haben, dann nehmen wir immer unser Erfahrungswissen mit was wir schon uns angeeignet haben.
00:04:32: Dann nehmen wir nicht das rationale Abwägen sondern unsere Erfahrungs-Wissen und scannen die vorherigen Erfahrungen und kommen dann zu einer Durchschnittsbeurteilung von dem was vorher war und treffe dadurch eine Entscheidung.
00:04:48: und es geht auch in Richtung Intuition.
00:04:50: also weil ich da auf diese Vorerfahrungen zurückgreifen und dadurch eine Entscheidung und ein Gefühl dazu habe.
00:04:59: Das wäre dann in dem Beispiel mit der Frau, die sich für diese Wohnung in dem Moment so entschieden hat – wer das genau die Situation wo sie da steht von dem Licht angeschienen, mit dem Blick aus dem Fenster?
00:05:12: Und das ist mit anderen Erfahrungen aus der Vergangenheit verknüpft!
00:05:16: Da sind wir genau bei dem Moment
00:05:18: ja
00:05:19: Und ich habe gerade gedacht, wie praktisch das manchmal die Vernunft des limbische Systemen also das Gefühl quasi kontrolliert oder versucht die Oberhand zu kriegen.
00:05:29: Zum Beispiel wenn wir Schokolade essen und nur nach dem Gefühl gingen dann wäre es fatal!
00:05:36: Ja, und genauso wenn wir diese Kontrollinstanz von den präfrontalen Cortex nicht hätten dann würden wir ganz viel nach diesem Lustprinzip handeln.
00:05:47: Das machen ja auch eher noch kleine Kinder.
00:05:49: da ist der Präfrontale Cortex noch nicht so weit entwickelt das kommt erst mit der Zeit oder wir wären sehr oft ungehalten in Situationen Dann würden wir sehr impulsiv zum Beispiel reagieren und von daher schon hilfreich, dass der Präfrontalekordix versucht die Führung zu übernehmen.
00:06:10: Aber letztendlich unterschwellig arbeiten die Gefühle ordentlich mit und treffen auch die Entscheidungen mit.
00:06:20: Ja das ist interessant weil du hast jetzt gesagt wie bei den Kindern da ist es noch nicht so ausgebildet?
00:06:26: Das erlebe ich auch natürlich viel beim Menschen mit Demenz.
00:06:29: Da ist es dann eben wieder gestört.
00:06:32: also da werden ja bestimmte Teile vom Gehirn, die werden zerstört.
00:06:37: Und da kommt es ja auch oft zu so unkontrollierten Effekthandlungen oder da kann man dann nicht mehr Lust stoppen oder Appetit stoppen.
00:06:47: also das kann in jede Richtung gehen je nachdem wo.
00:06:51: die Demenz eben im Gehirnsitz
00:06:55: finde ich noch mal so ganz schön, weil es so den ganzen Lebenszyklus gerade ist.
00:07:00: Wie ist das bei den Kindern?
00:07:01: Wie ist es jetzt im mittleren Alter und wie ist es dann beim hohen Alter oder bei Demenz erkrankten?
00:07:07: Ja und wir wollen ja heute aber auch darüber sprechen, wie Gefühle uns helfen können die Erfahrungen zu verankern.
00:07:15: Deswegen schauen wir uns jetzt mal den Zusammenhang zwischen den Gedanken, den Gefühlen und dem Verhalten an.
00:07:22: Wenn wir als erstes mal den Gedanken folgen dann kann es natürlich passieren dass wir zu viel anfangen zu denken und dann geraten wir ins Krübeln.
00:07:33: oder es gibt auch diesen neuen Begriff des Overthinking.
00:07:37: also das ist ein gesellschaftlicher Trend.
00:07:41: Dadurch, dass wir so viele Unsicherheiten haben im Leben, sind wir versucht mehr Kontrolle wiederzukriegen und mit dem Kopf arbeiten, haben wir alle gelernt.
00:07:53: Und das Erfahrungswissen wird oft gar nicht so bewusst in den Vordergrund gestellt.
00:07:59: Der Nachteil ist aber eben, wenn wir in einer Krübelschleife drin sind unser Gefühl vergessen und das gar nicht mehr befragen können, weil wir dann einfach in den Gedanken festhängen.
00:08:11: Und dann passiert es auch manchmal – das habe ich auch bei mir in der Praxis – manchmal dass Menschen wenn sie mir was schildern so Erfahrungsberichte schildert, dass man so spürt da ist jemand gar nicht an sein Gefühl angebunden und er erzählt mir dann hakelein was genau passiert ist oder was er alles genau gemacht hat aber was er oder sie dabei erlebt in dem Moment.
00:08:37: Und das wäre dann so ein Hinweis für mich, mal zu schauen wie bringe ich denn den oder diejenige in ihr Gefühl und vielleicht auch ins Hier- und Jetzt?
00:08:47: Also da würde ich dann zum Beispiel fragen – Was spüren Sie denn jetzt gerade?
00:08:53: Mir geht es auch so bei der Beratung wenn ich den Eindruck habe jemand ist sehr die ganze Zeit im Kopf Dann merke ich sogar bei mir als Beraterin dass ich dann auch Gefahr laufe abzuschweifen, innerlich.
00:09:07: Also da kann ich gar nicht mehr so gut zuhören weil ich den anderen in dem Augenblick nicht so gut spüren kann und das ist für mich dann so ein Indikator.
00:09:14: Oh!
00:09:14: Ich glaube, da ist jetzt viel im Kopf was gerade da ist.
00:09:17: Jetzt holen wir das Gefühl mit ins Boot also dass es dabei sein darf.
00:09:23: Ja, man wird müde.
00:09:25: Das ist für mich tatsächlich so ein ganz wichtiger Indikator wenn ich abschweife oder Müdigkeit erlebe und dann kann ich wieder gegenlenken in der Beratung.
00:09:36: Und oft das merke auch es gar nicht so leicht jemanden bei seinem Gefühl anknüpfen zu lassen.
00:09:42: also da kommen noch ein paar schleifen was alles noch passiert ist und manchmal habe dass es wichtig ist, dann jemanden mal so zu bremsen.
00:09:51: Dass der erst einmal aufhört zu erzählen und mal kurz durchatmet und erstmal in sich selber reinspürt und sich überlegt wie geht's mir jetzt eigentlich gerade?
00:10:03: Und neben den Gedanken haben wir als weitere Säule das Gefühl.
00:10:09: Wir können bei unserem Verhalten auch sehr dem Gefühl folgen dass ich dann mein Gefühl als Maßnahme, als Indikator nehme ob die Situation für mich gerade stimmig ist oder sich nicht stimmige anfühlt.
00:10:26: Ganz oft merken wir das Gefühl des Einklangs mit einer Entscheidung oder einem Erleben.
00:10:33: wenn das mit unserem Wertesetting übereinstimmt spüre ich.
00:10:39: Das passt jetzt sehr zu mir, das ist jetzt ganz authentisch wie ich mich entschieden habe.
00:10:45: oder auch wenn jemand eine zum Beispiel eine neue Partnerschaft eingeht und vorher eine Partnerschaft erlebt hat wo vieles schwierig war vielleicht war der Partner sehr eifersüchtig und jetzt kommt wieder ein neuer Partner dann hilft Das Gefühl zu schauen, oh bin ich da jetzt wieder bei jemandem gelandet der auch sehr eifersüchtig ist oder fühle ich mich da freier in meinem Tun.
00:11:13: Also das Gefühl kann uns da ganz stark leiden in der Entscheidung und zugleich heißt es aufzupassen gerade bei Ängsten.
00:11:23: also die Ängste wollen uns ja auch für etwas schützen.
00:11:27: Achtung!
00:11:28: Schlitter nicht wieder in eine eifersüchtige Partnerschaft hinein.
00:11:33: Gleichzeitig muss ich für mich prüfen, ist gerade bei der Angst, ist sie adäquat oder ist sie überzogen?
00:11:41: Weil wenn die Angst sehr überzogen ist dann werde ich immer wieder sehr von dem Erleben zurückgehalten und verpasse dadurch auch viele schöne Erlebensmöglichkeiten, also die Angst sollte von mir immer wieder reflektiert werden bei dem Thema Gefühle.
00:12:01: Wenn man sich dieses Beispiel mit der Eifersucht nochmal anschaut dass jemand Angst hat das in der Beziehung man zu sehr eingeengt wird weil der neue Partner zu sehr eifersüchtig ist und man hat es schon mal erlebt.
00:12:13: dann muss man aber auf der anderen Seite aufpassen dass man dem anderen vertraut und ihn ernst nimmt, wenn er jetzt sagt nee für mich ist alles in Ordnung.
00:12:24: Also manchmal trickst ein das Gefühl ja auch aus und man hat so das Gefühl oh jetzt muss ich vorsichtig sein und aufpassen aber eigentlich ist alles gut.
00:12:33: also es kann dieses Alarmsignal was du jetzt beschrieben hast sein und das ist total wertvoll und hilfreich.
00:12:40: Aber es kann auch sein dass wir uns das vorher schon so überlegen aufgrund unserer Erfahrung und es in der Realität gar nicht so stimmt.
00:12:49: Und daran merkt man, finde ich... Es gibt nicht eins, also nicht das Gefühl oder den Gedanken, der vor... bestimmend ist, sondern man muss immer gucken dass es möglichsten Ausgleich gibt.
00:13:01: Also das eine Mal die Oberhand hat und dann das andere malen, dass sie irgendwie gut zusammenpassen.
00:13:08: im Grunde genommen also wenn wir jetzt noch das Verhalten mit ins Brot holen, dann gibt es so drei Instanzen Gedanken Gefühl und das verhalten.
00:13:17: Und die sind wie wir das vorhin auch von der Hirnstruktur hatten Die sind ja auch verschaltet miteinander.
00:13:22: Ja und das einer hat mehr die Möglichkeit den Thron anzugeben und dann ist wieder jemand anderes dran.
00:13:31: Und wenn sie möglichst nah beieinander liegen in ihrer Entscheidungsfindung, dann merke ich, ah jetzt fühlt es sich richtig, richtig wohlig und stimmig an!
00:13:41: Wenn wir da nochmal auf das Verhalten schauen... im Erleben gerade, im Vordergrund steht.
00:13:48: Dann bin ich in so einem Modus einfach mal machen!
00:13:52: Ich mach das jetzt und grübeln nicht stundenlang, sondern da kommt ein bisschen mehr was spontanes auch raus ja?
00:14:01: Also das Jahr ist so...ich mache es jetzt und bin dann schon im Tun ziehen die Gefühle und die Gedanken ziehen danach.
00:14:12: Aber das sind oft so diese spontanen Sachen, wo ich sage Ich mache es jetzt einfach!
00:14:16: Und grübeln nicht zu sehr und kann im Nachhinein nochmal eine Entscheidung anpassen oder noch mal drüber nachdenken.
00:14:26: aber der erste Schritt Ja, ich gehe jetzt gleich ins Tun.
00:14:30: Das ist sehr wertvoll und tatsächlich habe ich diese Situation immer mehr, hab' ich das Gefühl in den letzten Jahren, in den Beratungen dass Menschen viel zu viele Konsequenzen durchdenken also dass sie ganz stark in diesem was passiert denn wenn nicht das anfangen?
00:14:47: und passt es zudem?
00:14:49: Und was passiert dann wenn ich jetzt die Fortbildung noch mache und isst es dann zuviel?
00:14:53: oder Und ich sag immer, machen Sie doch einfach mal.
00:14:57: Probieren sie einfach mal aus!
00:14:58: Im schlimmsten Fall hört man halt wieder auf damit ja aber dann hat man mal angefangen und dann kriegt man auch sofort ein Gefühl dazu wenn man angefangen hat.
00:15:07: Ja genau, einfach mal machen.
00:15:10: Einfach mal machen.
00:15:12: Und genauso ist es ja auch im Sinne von Carl Rogers.
00:15:15: Wir sind durch die Schule von Carl Rodgers gegangen, eine schöne Schule und der spricht ja von einem Kongruenz erleben.
00:15:25: das heißt dass kann ich so mit ein Klang auch gleichsetzen.
00:15:30: Wenn wir merken, dass die Gedanken und die Gefühle und das Verhalten sehr nah beieinander liegen dann komme ich in ein Kongroenz erleben.
00:15:41: Und es fühlt sich für mich ganz stimmig an!
00:15:46: Die sind nah beineinander.
00:15:48: Man kann sich das so vorstellen... Es ist so ein bisschen wie beim Wettrennen.
00:15:52: Wer hat die Nase vorne von diesen drei Instanzen?
00:15:56: Aber sie sind in der Kongroenz möglichst nah auf einer Höhe.
00:16:02: Und wenn aber eins sehr weit zurückfällt, egal welche von den drei Größen dann bin ich nicht mehr beim Kongroens erleben, dann fühlt es sich nicht mehr für mich stimmig an, dann ist irgendwas hinten runtergefallen Schieflage.
00:16:19: Und
00:16:19: diese Konkurrenz ist auch ganz spannend, die spürt man auch körperlich.
00:16:23: also diese Gefühle wenn sie übereinstimmen mit den Gedanken und mit dem Verhalten dann entspann ich mich Dann fühl' ich mich wohlkörperlich, dann ist mein Körper entspannt und das spürtt man auch sofort.
00:16:36: Also der Körper fühlt sich dann stimmig an und es ist natürlich auch ein Gegenspieler zu Stress erleben oder Stressmomenten.
00:16:46: Das Gegenteil wäre dann die Dissonanz, wenn ich merke es ist im Ungleichgewicht und dann kommen die vegetativen Funktionen wieder dazu.
00:16:56: Dann bin ich angespannt und merke Ich bin unzufrieden oder unausgeglichen.
00:17:02: Ja, und wir haben euch auch eine Übung mitgebracht.
00:17:05: Wie schaut's denn mit der Konkurrenz aus?
00:17:08: Also mit dem Einklang von Fühlen, Handeln und Denken... Und da könnt ihr euch mal beobachten wann ihr euch im Einklang fühlt und wann ihr vielleicht nicht im Einklang fühlt.
00:17:21: Und wenn ihr euch nicht im Einklang fühlt, dann mal zu überlegen.
00:17:25: Was kann ich denn tun?
00:17:26: Also wer hat jetzt in meinem Rennen die Nase voran?
00:17:30: Ja bin ich vielleicht geradezu sehr im Krübeln und muss mal das Gefühl nach vorne lassen oder einfach tun und das Verhalten nach Vorne lassen.
00:17:38: Oder umgekehrt bin ich gleich zu sehr in meinem Gefühl und die Vernunft ist ausgeschaltet und die braucht vielleicht ein bisschen mehr Raum gerade
00:17:51: Wenn wir nochmal mit euch Rückschau halten, was wir heute besprochen haben.
00:17:56: Da ging es darum wie Erfahrungen mit unseren Gefühlen verankert sind, was die Hirnstrukturen dazu beitragen und dass wir verschiedene Größen haben wie die Gedanken, die Gefühle und das Verhalten die sich wechselseitig beeinflussen und wenn sie nah beieinander sind, dann haben wir ein ganz gutes Kongruenz erleben.
00:18:23: Wenn euch der Podcast gefallen hat findet ihr viele weitere Folgen bei allen gängigen Podcast Anbietern!
00:18:32: Wir danken euch fürs Zuhören und wünschen euch immer wieder ganz stimmige Augenblicke
00:18:39: und viel Kongroenz!
00:18:41: Alles Gute!
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