Ein Leben lang zu lernen, gibt dir Lebensfreude
Shownotes
In dieser Podcastfolge sprechen über das lebenslange Lernen aus praktisch therapeutischer, aber auch aus neuropsychologischer Sicht. Denn selbstbestimmtes Lernen kann in uns ein Gefühl von Freude und Erfüllung wecken und schützt uns vor dem altersbedingten Abbau unserer kognitiven Fähigkeiten. Wir stellen dir die drei zentralen Voraussetzungen vor, um Freude beim Lernen zu empfinden, und geben dir konkrete Lerntechniken an die Hand.
Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge
- Welche konkrete Beispiele gibt es für das lebenslange Lernen?
- Welchen Nutzen können wir aus dem lebenslangen Lernen ziehen?
- Wie funktioniert lebenslanges Lernen und warum ist es überhaupt möglich?
- Warum kann Lernen Freude in uns auslösen und was ist dafür notwendig?
- Welche Techniken und Strategien helfen dir, ein Leben lang gut zu lernen?
- Übung: So machst du dir einen Plan für dein nächstes Lernprojekt
Wir wünschen Dir eine schöne Zeit mit vielen guten Erfahrungen beim lebenslangen Lernen. Deine Maja und Claudia
In der heutigen Podcastfolge stellen wir dir zwei Strategien vor, die auf wissenschaftlichen Forschungen beruhen. Zum einen geht es um die drei Voraussetzungen für Freude beim Lernen. Hier beziehen wir uns auf eine Veröffentlichung von Ingeborg Schüssler, Professorin an der Universität Ludwigsburg. Ihr 2021 veröffentlichter Beitrag n der bei utb erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschrift "weiter bilden" heißt: "Wann und wie löst Lernen Freude aus?: Lernen als Balance von Selbstentfaltung und sozialer Anerkennung" (Jahrgang 28, Ausgabe 1, März 2021, Seiten: 19-23). Mehr Infos dazu findest du hier: https://elibrary.utb.de/doi/10.3278/WBDIE2101W019 Zum anderen stellen wir die Feynman-Methode für effektives Lernen vor, in der es – ganz einfach gesagt – darum geht, dir oder anderen das eben Gelernte oder Erfahrene in einfachen Worten wiedergibst bzw. erklärst und dabei klar erkennen kannst, ob es noch Zusammenhänge gibt, bei denen du hängst oder die du nicht einfach zusammenfassen kannst. Diese musst du dann wiederholen. Wie die Feynman-Methode genau funktioniert, erfährst du sehr anschaulich in einem Beitrag auf der Lernplattform Serlo: https://de.serlo.org/lerntipps/145588/die-feynman-methode-mit-beispiel
Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du zum Nachlesen auf unserer Website [hier]).
Unser Podcast "Wecke deine Lebensfreude" erscheint jeden zweiten Sonntag in meinem Podcast-Kanal und im kostenlosen Online-Newsletter des PAL Verlags Vitamine für die Seele. Darin erhältst du viele weitere Beiträge und Impulse zum Thema, dazu ein Video und einen Psychotest. Übrigens: Als Abonnentin oder Abonnent erhältst du 10% Extra-Rabatt auf alle Jahreskalenderausgaben. Mehr Infos zum Newsletter und zu Anmeldung findest du hier.
Transkript anzeigen
00:00:06: Wecke deine Lebensfreude, der psychologische Podcast von und mit Maya Günther
00:00:19: und Claudia Morgenstern.
00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts!
00:00:28: Heute sprechen wir über das schöne Thema lebenslanges Lernen Und damit ist nicht nur das Lernen von reinen Wissen mit dem Kopf gemeint, sondern das Lernen was ja auch über ganz andere Kanäle funktioniert.
00:00:44: Auch über Erfahrung und so weiter.
00:00:47: Wir
00:00:47: können auch neue Bewegungen lernen in einem hohen Alter auch dass ich in der Gymnastik oder beim Tanzen neue Schritte lerne.
00:00:55: Da fällt mir gerade auch das Kochen ein, zum Beispiel Gemüse schneiden.
00:00:59: Das fällt ja am Anfang noch ganz schwer und dann geht es noch ein bisschen holprig von der Hand.
00:01:04: Und wenn man dann schon mal so vierzig Jahre gemüse geschnippelt hat...
00:01:08: Geht das
00:01:09: schneller von der hand?
00:01:11: Ja!
00:01:11: Und
00:01:11: trotzdem kann auch eine ganz erfahrene Köchin was Neues lernen indem sie zum Beispiel sagt, ich probiere jetzt mal ein neues Rezept aus.
00:01:21: Weil mir der Kuchen bei der Gastgeberin oder beim Gasgeber gut geschmeckt hat?
00:01:26: Also dann lernen wir auch durchs Tun ganz viel und wir lernen natürlich auch in Beziehungen also in allen Beziehung, in denen wir uns befinden Lernen wir was dazu.
00:01:38: Und da muss sich an meine paar Beratungen denken Die ganz häufig, wenn eine Beziehung in die Brüche gegangen ist dann sich selbst reflektieren und schauen was war da so mein Anteil dran.
00:01:50: Und oft auch sagen hat das passiert mir bei der nächsten Beziehungen nicht nochmal!
00:01:55: Ja, wir haben dann ein emotionales Lernen.
00:01:58: Also in der nächsten Beziehung macht es anders oder beim nächsten Kind mache ich's anders?
00:02:03: Oder ich habe durch das erste Kind dazu gelernt wie es vielleicht beim zweiten Kind leichter machen kann durch diese Erfahrungen und wir können ja auch musisch dazulernen indem ein Instrument nochmal neu lernen oder noch mal nach Jahren wieder zur Hand nehmen.
00:02:24: Oder ich denke auch gerade an meine Reha-Kunden aus der Werkstatt, da gibt es einen Werkstadtchor und wer Lust hat kann daran teilnehmen!
00:02:33: Und dann ist es ja in der Gemeinschaft schön zu singen und gleichzeitig lernen die immer wieder neue Lieder oder singen auch bekannte Lieder.
00:02:44: Ja, ich habe selber auch eine Erfahrung mit Musik lernen.
00:02:47: Ich hab nämlich Geige gelernt als ich Kind war und dann habe ich twenty-fünf Jahre nicht gespielt und habe dann wieder angefangen und habe gemerkt dass viele Dinge automatisch besser laufen, obwohl ich dazwischen nicht geübt habe.
00:03:02: Weil ich einfach nicht mehr so viel Angst hatte.
00:03:04: also als Kind hatte ich immer noch das Gefühl Ich muss es alles richtig machen und dann steht man auf der Bühne und ist es aufregend.
00:03:11: Und jetzt mache ich das nur noch für mich alleine und hab keine Angst mehr und dadurch hat sich der Körper entspannt und dann kann man natürlich viel besser Geige spielen weil die Entspannung allein schon das möglich macht dass man den Bogen ganz anders streicht
00:03:28: Und in der entspannten Haltung können wir auch viel leichter Dinge aufnehmen.
00:03:34: Wenn wir außerhalb der Schulzeit auf dieses lebenslange Lernen schauen, dann sind es ja jetzt nun Sachen die wir uns selber raussuchen also die uns interessieren und das ist ein viel selbstbestimmtes Lernen als in Schulzeiten oder vielleicht bei der Berufsaufsbildung wo man genau gesagt bekommt Das müsst ihr wissen!
00:03:57: Interessen geleitet.
00:03:59: Ja,
00:04:00: diese ganzen Proben in der Schule ich glaube dass es deshalb auch Kindern so schwer fällt Darauf zu lernen und dass es so viele Lernhürden gibt, weil das dann eben nicht dieses Intrinsische ist sondern dieses von außen gesteuert.
00:04:14: Du musst jetzt das bestehen da musste ich jetzt durch und dann sitzen die Kinder vor dem Blatt und lesen's zwanzigmal durch und haben sichs immer noch nicht gemerkt.
00:04:22: oder
00:04:23: du hast was als Schüler oder Jugendlicher wo du sagst Boah da möchte ich selber auch gerne besser werden vielleicht weil du in der Schulband spielst und sagst boah da möcht ich jetzt dabei sein.
00:04:33: kleine Zwischenaneckdote Mein Sohn spielt Gitarre und ich musste ihn zum Glück nie ans Gitarrenübme erinnern, weil er sich das selber rausgesucht hat und selbst besser werden wollte.
00:04:44: Und dann ist man ja auch in jungen Jahren intrinsisch motiviert.
00:04:48: aber durch die Schulnoten kommt immer auch so eine von außen gesteuerte Motivation dazu.
00:04:55: Es gibt natürlich ganz viel positiven Nutzen vom liebenslangen Lernen und da wollen wir jetzt drüber sprechen.
00:05:03: Also es ist natürlich in erster Linie eine Horizont-Erweiterung.
00:05:08: Wenn wir unser Leben lang lernen, dann entwickeln wir uns damit auch immer weiter und wir
00:05:12: bleiben beweglich.
00:05:14: also wenn ich was über Körperbewegungen mache, dann ist das schon die Bewegung und ich bleibe auch geistig beweglich, wenn ich etwas Geistiges mache
00:05:23: Ja und es bereitet uns Freude.
00:05:25: Also lernen ist ja auch was ganz befriedigendes, man kann dann Wissen weitergeben, man ist spezialisierter in einem Fach und das macht einfach Spaß!
00:05:36: Und ich übe mein Gedächtnis zu benutzen und dadurch also wenn ich lerne verlangsamme ich den altersbedingten Abbau weil mein Gehirn immer wieder schön angeregt und genutzt wird
00:05:50: Und wir erleben Sinnhaftigkeit, weil wenn wir uns die Dinge selber aussuchen können, die wir lernen.
00:05:57: Dann passen die ja in der Regel zu unserem Wertesetting und dann lerne ich was dazu, was sich auch lernen will und das macht natürlich das Gefühl von Das ist sinnvoll, was ich da lerne und dass wiederum es motivierend
00:06:12: Und es stärkt mein Selbstbewusstsein.
00:06:14: Wenn ich merke, Mensch jetzt habe ich mir wieder was angeeignet und das geht mir jetzt leichter von der Hand oder ich kann's irgendwie leichter abrufen.
00:06:23: Das stärkt unser Selbstbewusstein
00:06:26: Und es steigert natürlich auch unseren Marktwert.
00:06:29: Also wenn wir jetzt so auf das berufliche Lernen gucken, dann ist es ganz wertvoll.
00:06:33: all die Erfahrungen, die ich mache im Job und auch alles wissen was ich mir vielleicht dazu aneigne führt ja dazu dass ich persönlich weiter wachse und das ist natürlich auch wertvoll für meine weitere Berufslaufbahn.
00:06:50: Ja jetzt können wir uns natürlich fragen wie ist es denn überhaupt möglich ein lebenslanges Lernen erleben können.
00:06:59: Von der Fachrichtung bin ich Neuropsychologin und das Schöne ist, wir haben bei einem Gehirn immer eine Neuroplastizität.
00:07:08: Und das heißt unser Gehirnen ist ein Leben lang formbar – und das finde ich so eine ganz wichtige und positive Botschaft!
00:07:16: Das heißt Wir können indem wir uns immer wieder neue Reize setzen und lernen da fördern wir die Bildung.
00:07:24: von den Synapsen erhält uns dann auch unsere mentale Leistungsfähigkeit und verlangensamt den altersbedingten kognitiven Abbau.
00:07:36: Und dass Lernen ein Leben lang möglich ist, merken wir ja auch an Kleinigkeiten.
00:07:41: also nehmen wir mal an da ist jetzt eine ältere Dame ein Älterer her und die bekommen einen neuen Nachbarn.
00:07:48: der stellt sich vor und sie sind ja in der Lage Namen des Nachbarn zu merken.
00:07:56: Das wäre ja nicht möglich, wenn unser Gehirn nicht auch plastisch veränderbar ist durch seine Strukturen und das ist auch der Schöne.
00:08:05: also natürlich im Alter werden wir vergesslicher aber wir können sehr wohl was Neues hinzulernen.
00:08:11: vielleicht brauchen wir mehr Wiederholungen dass es auch in Ordnung Aber bis zum letzten Atemzug können wir etwas neues erfahren und lernen.
00:08:20: Eine einzige Ausnahme ist natürlich, wenn eine Erkrankung des Gehirns vorliegt.
00:08:25: Das habe ich das Thema ja häufig mit den Demenzen.
00:08:30: Es ist tatsächlich oft eine Frage – Ist Gedächtnis-Training gut für einen Menschen mit Demenz?
00:08:35: Und es kann sehr quälend sein!
00:08:38: Bei der Demenz geht einfach die Fähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses verloren und die Menschen können sich eben Inhalte auf kurze Zeit gar nicht mehr merken.
00:08:48: Und wenn man dann immer versucht zu trainieren das Gedächtnis, kann es sehr anstrengend und sehr quälen für den Menschen sein weil er ständig ein Misserfolg erlebt.
00:08:58: Da hast du vollkommen recht, Maya.
00:08:59: Also diese Neuroplastizität ist eben auf ein gesundes Gehirn bezogen und bei dem Mensch haben wir eine Erkrankung vorliegen.
00:09:08: Das heißt das es kein altersbedingter kognitiver Abbau sondern durch die Krankheit einen bedingten Abbau.
00:09:15: Genau, das stimmt!
00:09:16: Ein lebenslanges Lernen ist eben deswegen möglich, weil wir auch in der Psychologie nochmal so zwei verschiedene Intelligenzformen unterscheiden.
00:09:26: Das eine nennt sich die Fluideintelligenz.
00:09:30: das ist meine Fähigkeit ganz schnell Probleme zu lösen umzudenken oder logisch zu denken und das nimmt im Alter ein Stück Altersbedingt ab, das ist auch in Ordnung.
00:09:44: Gleichzeitig nimmt aber – das nennen wir die Kristalline-Intelligenz -, die nimmt zu und zwar ist da mein Erfahrungswissen drin und mein Sprachschatz oder auch mein Expertenwissen den ich mir angeeignet habe und deswegen is ein lebenslanges Lernen möglich!
00:10:03: Ja, und was auch ganz spannend ist Ingeborg Schüssler.
00:10:06: Die ist Professorin für Erwachsenenbildung an der Uni Ludwigsburg.
00:10:11: Sie hat sich mit der Frage beschäftigt, warum und wie löst Lernen Freude aus?
00:10:17: Und sie sagt die Freude beim Lernen es Lebensfreude!
00:10:22: Den Hinweis zu dem Artikel findet ihr in den Show Notes.
00:10:26: Prof.
00:10:26: Schüßler meint, es braucht drei zentrale Aspekte für Freude beim Lernen und der erste Aspekt ist das sogenannte Coherenz-Erleben.
00:10:37: Das Coherenzerleben füllt des Grundbedürfnis nach Sinn und Ordnung was wir alle haben.
00:10:44: Und das bedeutet wenn die Informationen also der Stoff den ich lerne mit den Kompetenzen zusammenpassen Also wenn ich das Gefühl habe Ich habe genügend Kompetenzen, um genau das was ich lernen muss auch lernen zu können.
00:11:02: Also es ist machbar für mich, es ist überschaubar und ich hab alle Ressourcen zur Verfügung dann erleben wir Kohärenz beim Lernen.
00:11:13: Als zweiten Aspekt nennt sie das Resonanz erleben und es heißt, wir sind ja nicht in einem luftleeren Raum sondern in Verbindung mit Menschen.
00:11:23: Also wir wollen natürlich gerne Wertschätzung für das was wir lernen oder was wir können.
00:11:29: Wir wollen Anerkennung von anderen Menschen und damit positive Resonanzen von anderen.
00:11:35: Und im Prinzip meinen Sie damit aber, dass wir Menschen erreichen mit dem was wir tun.
00:11:41: Also wenn ich in einem Orchester spiele und ein Konzert gebe... Dann reagiert ja das Publikum am Ende.
00:11:48: Erst mal mit Applaus, da zeigt es die Anerkennung für das was das Orchester geleistet hat.
00:11:54: und vielleicht hat man dann hinterher auch noch ein Gespräch mit Menschen aus dem Publikuum, die erzählen wie's ihnen gefallen hat, was sie nicht so erreicht hat?
00:12:03: Und da sind wir in Resonanz mit den Menschen, die nehmen quasi teil an dem, was ich gebe
00:12:11: von der rückmeldung.
00:12:13: Ja genau.
00:12:15: Und das Dritte ist das Kompetenzerleben.
00:12:18: Das heißt, wenn wir uns selber kompetent fühlen dann löst es Freude aus weil wir auch sicherer werden.
00:12:25: also das ist dieses Thema Selbstwirksamkeit dass wir uns bewusst sind Wir können selber auch was erreichen!
00:12:32: Wir können auch etwas leisten selber.
00:12:35: Um diese Freude beim Lernen, die du beschreibst umsetzen zu können gibt es schon ein paar Sachen, die wir als Erwachsener beachten können.
00:12:46: Außerhalb der Schule lernen oder außerhalb der Ausbildung lernen, weil wir ja jetzt anders lernen als Erwachsener.
00:12:56: Unser Gehirn funktioniert jetzt auch anders und da ist es schon hilfreich wenn wir strukturiert vorgehen beim Lernen und praxisorientieren.
00:13:05: Das dürfen natürlich auch die jüngeren Altersgruppen machen, aber gerade als Erwachsener oder wenn wir noch älter werden ist dieses strukturierte Lernen und dieses praxisorientierte Lern.
00:13:17: umso wichtiger, damit wir es gut verarbeiten können.
00:13:21: Und da kann man ein paar Ideen mit einbringen.
00:13:24: Da gibt es zum einen die Feynman-Methode so heißt sie.
00:13:29: das heißt ich habe ein komplexes Thema was ich mir er arbeite und dann versuche ich es innerlich oder auch tatsächlich durch meinen Sprechen in ganz einfachen Worten zu erklären und die Komplexität runterzubrechen als würde ich es vielleicht einem Kind erklären.
00:13:49: Und wenn ich dann aber merke bei meinen Erklärungen, oh jetzt fange ich an zu stocken oder zu hadern, dann weiß ich da ist noch irgendwo eine Unsicherheit auf dem fachlichen Gebiet.
00:14:01: Dann braucht es schon auch unser Gehirn beim Lernen das wir verteilte Wiederholungen vornehmen, wenn ich was Neues lerne.
00:14:10: Also früher in der Schule, da konnte ich mir vielleicht die Inhalte sage ich mal ziemlich schnell in einer Nacht ins Gehirn schaufeln und habe sie am nächsten Morgen bei der Klassenarbeit zum Besten gegeben und danach wieder vergessen.
00:14:24: Das geht mit unserem erwachsenen Gehirnen nicht mehr so gut, aber wir können dann auch sagen ja Ich wiederhole die Inhalte in zeitlichen Abständen, die dann größer werden.
00:14:37: also ich wiederhole etwas nach einem Tag, dann nach drei Tagen, Davon profitiere ich dann beim Lernen.
00:14:48: Und ein aktives Erinnern, das heißt Ich kann mir eine Literatur vornehmen fachlich und die lese ich durch und dann lege ich mal das Buch weg und schreibe mal auf was ich davon behalten habe Dann bin ich beim aktiven Erinner.
00:15:05: Wenn ihr nicht so viel schreiben wollt, könnt ihr es auch mit dem Handy einfach aufnehmen.
00:15:10: Das mache ich manchmal weil's einfach schneller geht dass sich so ein Aufnahme das hat eigentlich jedes Handy inzwischen und dann kann man sich hinterher nochmal anhören.
00:15:19: Wir dürfen also verschiedene Medien benutzen ne?
00:15:22: Es muss nicht immer das Schreiben sein ganz richtig!
00:15:26: Ja und wir können mehr Inhalte für uns gut strukturieren.
00:15:30: da gibt zum Beispiel die Technik von Mind Mapping.
00:15:35: Ich mach das tatsächlich so, Marja.
00:15:36: Du bist ein großer Freund von meinem Kind.
00:15:38: Ich bin ganz großer
00:15:39: Fan davon!
00:15:40: Wenn wir was aufbereiten von einem Thema her mache ich mir eine Mindmap,
00:15:46: d.h.,
00:15:47: das Thema steht in der Mitte und dann lasse ich von rechts und von links Abzweigungen mit Unterpunkten vonstatten gehen dass da so eine Landschaft auf dem Papier entsteht und dadurch kann ich mir die Fülle der Informationen schon mal runterbrechen und geben dem Ganzen eine von mir geformte Struktur oder manchmal ist die Struktur auch gegeben in dem, was ich lese.
00:16:12: Dadurch dass man ja wie so Sonnenstrahlen hat an einem Thema dran.
00:16:17: Das bringt einen auch aus so einem regelmäßigen Trott raus, weil man muss dann teilweise das Blatt umdrehen oder man braucht noch ein Blatt zusätzlich und muss anbauen.
00:16:27: Und schon allein das hält mich in Bewegung und es hält mich wieder aufmerksamer im Kopf.
00:16:32: Und ich kann das noch anreichern?
00:16:34: Ich kann da auch wenn ich möchte Zeichnungen machen oder das Gitze dazu... Also das kann ganz bunt sein!
00:16:42: Genau.
00:16:43: Und also das sind jetzt so Strukturierungsmöglichkeiten und dann ist es noch mal hilfreich, dass wir für unser Erwachsenen
00:16:51: Kopf
00:16:52: ein praxisorientiertes Lernen haben.
00:16:55: Das heißt, also ich kann anhand von Problemen mir einen Wissen aneignen weil dieses Problem ganz real da ist privat oder beruflich.
00:17:06: und dann muss ich eben nachschauen.
00:17:09: Ich sage jetzt mal ein Beispiel Da ist jemand in meinem Umfeld der hat gesagt so ich brauche neue Fliesen im Keller.
00:17:17: Das versuche ich jetzt mal selber.
00:17:20: Und dann kann man sich ein YouTube-Film anschauen, zum Beispiel wie kann das aussehen?
00:17:27: Oder manche machen es beim Musikieren, dass sie sich die Riffs der Gitarre bei YouTube zeigen lassen.
00:17:34: Also wir haben verschiedene Möglichkeiten und ich kann mir ein Problem im Alltag raussuchen zu lösen, indem ich meine Kompetenzen auch erweitere und mir praktisches oder fachliches Wissen dementsprechend raussuche.
00:17:51: Problembasiertes Lernen kenne ich auch beim Stricken zum Beispiel!
00:17:57: Wenn da steht links verstrengte Abnahme dann schaue ich mir YouTube Videos an und dann löst sich das Problem ganz schnell.
00:18:07: Ja, genau.
00:18:07: Und man darf sich dann Hilfe holen.
00:18:09: und also das ist finde ich ein Vorteil der digitalen Welt, dass wir Sachen nachschauen können.
00:18:16: oder man kann auch mal zum Hörer greifen.
00:18:18: wenn man ein neues Rezept ausprobiert und merkt jetzt weiß ich doch nicht genau was es bedeutet oder was ich dazu tun habe Dann kann man die Person anrufen von der man das Rezept hat.
00:18:29: Was mache ich an der Stelle?
00:18:31: Genau Und letztendlich wird den Alltag so ein Micro-Learning, denn unser Alltag ist ja oft bestückt von Arbeit vielleicht Familie, Angehörigenversorgung und dass ich mir kleine Lernpakete in den Alltag lege.
00:18:50: Zum Beispiel wenn ich regelmäßig mit der S-Bahn fahre, da habe ich jetzt fünfzehn Minuten.
00:19:03: Ja und wir haben euch wie immer ein Impuls beziehungsweise eine Übung mitgebracht.
00:19:08: Und da geht es jetzt darum, dass ihr euch was vornehmt, was euch interessiert und euch einen Plan dazu macht.
00:19:16: also überlegt mal was wollt ihr gerne lernen?
00:19:19: Dann macht ihr euch einen plan.
00:19:21: Wie viel Zeit kannst du aufwenden?
00:19:24: Wie viel zeit hast Du übrig oder ist das möglich?
00:19:28: Am Tag in der Woche, im Monat überlegen welcher Lerntyp bin ich denn?
00:19:33: Also es gibt ja Menschen die andere brauchen zum Beispiel und da bietet sich natürlich ein Kurs an vielleicht bei der Volkshochschule oder irgendwo anders.
00:19:42: Dann gibt es Menschen, die lieber für sich alleine lernen.
00:19:46: Dann gibt's Menschen, der ganz viel recherchieren im Internet und erst mal gucken wo kriege ich meine Informationen her?
00:19:53: Dann gibt´s Menschen ,die sich erstmal Bücher ausleihen zu dem was sie lernen wollen.
00:19:58: also finde raus welcher Lerntyp bist du ?
00:20:01: Was fällt dir leichter?
00:20:03: Und dann kannst Du Dir deine passende Lernumgebung gestalten und zwar vielleicht so, dass du deinen Schreibtisch erst mal aufräumst und eine Übersicht dir verschaffst.
00:20:15: Und dann kann man sich da auch ein schönes Blümchen hinstellen oder sich eine leckere Tasse Teekochen dazu oder vielleicht auch Wärme an den Füßen, das gemütlich sitzt oder die auch was Gemütliches anziehst zum Lernen dass es so richtig eine ansprechende schöne Umgebung ist.
00:20:35: Wenn ich Inhalte lerne, dann baue ich mir immer noch einen kleinen Puffer ein.
00:20:39: also Ich habe dann schon meine Zeitstruktur und ich weiß da hab' ich jetzt ne Stunde Da kümmere ich mich um dieses oder jenes Thema.
00:20:47: Aber ich brauche immer noch im Kopf, dass sich danach nicht sofort in das nächste Reihen stürze.
00:20:53: Weil ich manchmal ein bisschen Zeit brauche bis ich mich wirklich gut konzentrieren kann und es ist auch eine Übung dann mal alles andere so nach außen wirklich weg zu drängen, dass man quasi sagt Ich richte jetzt meinen Fokus ganz bewusst von den hunderttausend Sachen wo ich vorher war nach innen zu mir selber mit diesem Thema zu beschäftigen, was ich mir jetzt vorgenommen habe.
00:21:19: Was ich gerne lernen möchte?
00:21:21: Und ich bin jetzt mal offline für die Außenwelt und bin online für meine Innenwelt!
00:21:33: Ja wir halten nochmal Rückschau, was wir heute mit euch inhaltlich handelt haben.
00:21:37: da ging es um das lebenslange
00:21:39: Lernen
00:21:40: was wir dafür einen positiven Mehrwert von haben und warum das überhaupt lebenslang möglich ist Und wie auch die Freude in uns geweckt wird durch das lebenslange Lernen und was wir dann als Erwachsene beachten können, damit uns das lebendslange lernen in der herangehensweise möglichst leicht
00:22:04: fällt.
00:22:06: Wenn euch der Podcast gefallen hat findet ihr viele weitere Folgen bei allen gängigen Podcast Anbietern.
00:22:13: Und links und Hinweise findet ihr in den Shownotes!
00:22:19: Wir danken euch fürs Zuhören und wünschen euch ganz viel Freude beim lebenslangen
00:22:23: Lernen.
00:22:24: Alles Gute!
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