Von der Schublade ins offene Regal
Shownotes
In dieser Podcastfolge sprechen wir über das Schubladendenken. Wann neigen wir im Alltag zum Schubladendenken? Welche Nachteile können uns daraus entstehen? Wie können wir dieses Mindset aktiv überwinden und wie können wir uns auch aus der Vorverurteilung anderer lösen? Diese Fragen klären wir anhand von Fallbeispielen aus unserer Praxisarbeit und geben dir am Ende eine konkrete Imaginationsübung mit auf den Weg.
Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge
- Wann neigen wir im Alltag zum Schubladendenken?
- Welche Nachteile können daraus für uns und andere entstehen?
- Wie kannst du vermeiden, jemanden vorschnell in eine Schublade zu stecken?
- Was kannst du tun, um dich selbst aus der Schublade zu befreien, in die dich andere gesteckt haben?
- Übung: Was ist in meiner eigenen Schublade?
Wir wünschen Dir eine schöne Zeit mit vielen offenen Regale in deinem Denken Deine Maja und Claudia
Wenn du das Thema "Schubladendenken" vertiefen möchtest, empfehlen wir dir das brandneue Buch von unserem Kollegen, dem Psychologen und Psychotherapeuten Gert Kowarowsky: "Jenseits von richtig und falsch", das am 5. Oktober im PAL Verlag erscheinen wird. In einfühlsamen Geschichten und klaren Einsichten aus seiner therapeutischen Praxis zeigt er: Es gibt nicht den einen Lösungsweg um die Herausforderungen und Probleme im Leben mit anderen in den Griff zu bekommen. Die gute Nachricht ist aber auch: Wenn es kein Richtig gibt, gibt es kein Falsch. Die Lösung liegt im liebevollen Miteinander. Jenseits von richtig und falsch liegt ein Raum der Verbundenheit. Ein Raum, in dem unsere Gefühle Wegweiser sind, in dem Beziehungen nicht gewonnen oder verloren, sondern verstanden werden und in dem Selbstmitgefühl stärker ist als Selbstkritik. Dieses Buch ist eine Einladung, diesen Raum zu betreten – und sich selbst und anderen neu zu begegnen. Der Psychotherapeut kennt aus rund 40 Jahren Praxis die Sorgen, Probleme und Fragen, die seine Klientinnen und Klienten bewegen.
Mehr Infos zum Buch und die Möglichkeit zum Vorbestellen findest du im PAL Onlineshop
Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du zum Nachlesen auf unserer Website [hier]).
Unser Podcast "Wecke deine Lebensfreude" erscheint jeden zweiten Sonntag in meinem Podcast-Kanal und im kostenlosen Online-Newsletter des PAL Verlags Vitamine für die Seele. Darin erhältst du viele weitere Beiträge und Impulse zum Thema, dazu ein Video und einen Psychotest. Übrigens: Als Abonnentin oder Abonnent erhältst du 10% Extra-Rabatt auf alle Jahreskalenderausgaben. Mehr Infos zum Newsletter und zu Anmeldung findest du hier.
Transkript anzeigen
00:00:06: Wecke deine Lebensfreude!
00:00:15: Der Psychologische Podcast von und mit Maya Günther
00:00:19: und Claudia Morgenstern.
00:00:25: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, heute sprechen wir über Schubladendenken.
00:00:32: Und ja, Schublade finden überall statt.
00:00:35: also wir stecken vermutlich andere Menschen in Schublaten und werden auch in Schubladen gesteckt Und oft passiert es auch so schnell, dass wir es überhaupt gar nicht mitkriegen bewusst im ersten Moment.
00:00:47: Das ist tatsächlich ein psychologischer Automatismus den wir gar nicht währenddessen kontrollieren können Allerdings später die Möglichkeit, immer wieder das zu korrigieren oder zu reflektieren darüber.
00:01:00: Aber wenn's passiert ist es ein Automatismus.
00:01:02: Dann ist passiert!
00:01:05: Wenn man sich wirklich mal die Schubladen vorstellt... ...witzigerweise habe ich immer eine Holzschublade im Kopf.
00:01:12: Dann kann es ja passieren im schlimmsten Fall, dass ich die Schublade zumache.
00:01:16: Da steckt jemand drin und ich lasse sie zu Ich schaue mir das gar nicht mehr an Und ich habe in meinem Kopf noch das Bild von dem Menschen wie ich ihn in die Schuplade gesteckt hab.
00:01:25: So habe ich's gespeichert Und so bleibt es für immer und wird nicht revidiert.
00:01:31: Da ist ja keine Weiterentwicklung möglich innerhalb der Schublade.
00:01:34: Ja, und ich finde manchmal wenn man so alte Schubladen aufmacht also wenn man zum Beispiel ein Zimmer streicht und man sortiert seine Schubladen und man öffnet Schublaten die schon lange geschlossen waren dann ist man oft auch total überrascht was da alles drin isst.
00:01:52: und wenn ich nur einfach in die offene Schubladereinschau Dann habe ich natürlich auch immer eine bestimmte Perspektive.
00:01:58: Und dann mache ich sie wieder zu, dann ziehe ich sie auf und sehe aus der gleichen Perspektiven die Dinge in der Schublade.
00:02:06: Ich hab aber auch die Möglichkeit, die Dinge wieder rauszuholen und sie mal umzutrehen und von einer anderen Seite anzuschauen!
00:02:14: Also Maja dein Bild spricht mich jetzt sehr an und ich habe gerade so eine Schublade von meinem inneren Auge.
00:02:21: Das ist so ne Krustelkram-Schublade, da ist so viel drin!
00:02:24: Und es macht ja auch dann manchmal Spaß in dieser Krustellkramschublade auch reinzustöbern und zu gucken was da alles drin ist also mit einer gewissen Neugierde immer wieder die Schubladen die wir selber bedienen zu öffnen und reinzuschauen.
00:02:42: Was passiert natürlich ist auch, wenn wir Schubladen aufmachen und Menschen da reinstecken.
00:02:49: Wir ordnen uns sortieren.
00:02:51: also evolutionsbiologisch war das ja notwendig.
00:02:55: es waren überlebensmechanismus menschen in freunde oder feinde einzuteilen.
00:02:59: Also man musste sich immer entscheiden okay will der mir gut ist oder geht eine gefahr von dem menschen aus?
00:03:05: Und vielleicht haben wir das tatsächlich auch im kopf so gespeichert dass wir ganz schnell sortieren um einfach auch die Komplexität zu reduzieren oder erst mal einsortieren zu können, wo gehört der denn hin?
00:03:18: Also das hat dann was mit dem Überleben zu tun.
00:03:21: und auch heute, wenn wir da keinen Säbelzahn Tiger mehr in der Wohngegend haben hilft es uns ja immer noch dass wir diese tägliche Informationsflut die uns umgibt bewältigen können.
00:03:36: Und das spart dann auch für uns Energie, dass wir die Dinge vereinfachen können hat natürlich ganz klare Nachteile.
00:03:45: und die Nachteilen sind eben wie wir es auch vorhin hatten, dass wir Vorurteile bilden oder ganz klaren Stereotypen bilden.
00:03:53: Das heißt wir verallgemeinern über eine ganze Menschengruppe ohne mir den Einzelnen aus der Gruppe anzuschauen.
00:04:02: Und manchmal ist es auch der Fall das wir jemanden verurteilen ohne dass wir ihn überhaupt jemals kennengelernt haben.
00:04:09: Also das passiert mir tatsächlich in der Mitarbeiterberatung häufiger, dass Menschen sprechen über jemanden, der noch gar nicht da ist und wo sie schon gehört haben von Kollegen zum Beispiel, oh, da kommt ein neuer Chef!
00:04:22: Da musst du dich wirklich in Acht nehmen und das darfst du nicht und da mach lieber viel davon dann is er dir wohlgesonnen.
00:04:30: Und dieser Mitarbeiter hat aber seinen neuen Chef überhaupt noch nie gesehen und hat noch nie mitgekriegt, wie der eigentlich ist.
00:04:37: Es ist natürlich auch ein Stück weit dann eine selbst erfüllende Prophezeiung das schon erwartet wird.
00:04:43: Ah ja genau da muss ich aufpassen!
00:04:46: Das darf ich machen, das darf nicht machen.
00:04:48: Dann sammel' ich immer Beweise also wenn er sich auf ne Weise verhält.
00:04:53: Dann sage ich sofort ah das war eh klar dass das passiert.
00:04:57: Wenn du das sagst, Marja, da gibt es tatsächlich auch noch mal aus der psychologischen Seite ein Bestätigungsfehler – das nennen wir dann Confirmation Bias -,
00:05:06: d.h.,
00:05:07: ich suche immer die Informationen für mich in der Wahrnehmung raus, die meine Schublade bestätigen und die anderen Informationen werden sogar dabei ignoriert, die nicht in diese Schubladereien passen.
00:05:21: Und dadurch habe ich eine gewisse Verzerrung in meiner Wahrnehr.
00:05:25: Mokno.
00:05:26: Ja und oft reichen tatsächlich Kleinigkeiten, also wie zum Beispiel die bestimmte Uhr oder die Perlenohrringe.
00:05:33: Das sind oft äußere Merkmale nach denen ich jemand kategorisiere und in die Schublade stecke.
00:05:40: Also
00:05:40: z.B.,
00:05:40: dass sich sagt ah!
00:05:41: Die Frau mit den Perlnohringen studiert bestimmt BWL weil das für mich... Da merkt man auch, es hat immer mit der eigenen Erfahrung zu tun ja?
00:05:50: Weil ich vielleicht fünf Frauen beim BW L-Studium gesehen habe die Perlnohringe tragen sich das in meinem Bild irgendwie so verhaftet hat, dass die sind, die BWL studieren.
00:06:01: Ja und wenn ich da bei diesem Vorurteil bin und nehme dann auch so äußere Merkmale her, dann bin ich auch ganz schnell dabei Menschen zu diskriminieren also... was ja auch heute leider passiert, dass Menschen anhand eines äußeren Merkmals Hautfarbe zum Beispiel dann in eine Schublade einsortiert wird und dann ist es eine Diskriminierung aus dem Vorurteil geworden.
00:06:28: Ja ich habe mal einen Stotterer kennengelernt Der hat gesagt, dass er ganz oft für blöd gehalten wird.
00:06:34: Weil er sagt die Leute sind so gewohnt Informationen flüssig und schnell zu hören Und bei ihm dauert es man braucht wirklich Geduld um ihn zuzuhören.
00:06:45: Aber das ist ganz interessant, dass dann so ein Stocken von der Sprache gewertet wird als Ah!
00:06:51: Der hat's bestimmt nicht so drauf
00:06:53: im Kopf.
00:06:55: Ja, und das habe ich auch gerade vor Augen.
00:06:57: Wenn du das sagst, Maja bei meinen Rehakunden die ich in den Werkstätten betreue wenn sie eine Körperbehinderung haben und zum Beispiel im Rollschluss sitzen wird ihnen auch abgestritten dass sie kognitiv im durchschnittlichen Bereich sind.
00:07:13: also weil da auch einen falscher Schluss gezogen wird aha der ist körperlich behindert und dann ist er bestimmt auch noch kognitive behindert.
00:07:22: Dann ist natürlich die Frage, wie kann ich es denn vermeiden jemanden vorschnell in eine Schublade zu stecken?
00:07:28: Und wir haben ganz viele Gründe gefunden oder ganz viele Dinge, wie man es vermeiden kann.
00:07:35: Das erste ist natürlich offen bleiben auf jemanden offen zugehen und den oder diejenige kennenlernen.
00:07:42: das funktioniert so dass Ich versuche mal eben nicht die Schublade aufzumachen und sammle meine Informationen selber, aufgrund dessen was der andere mir von sich zeigt.
00:07:55: Also wie er mir
00:07:55: begegnet.".
00:07:57: und eben die echten Kontakte suchen.
00:08:00: Also wenn ich jetzt zum Beispiel bemüht bin, mit möglichst unterschiedlichen Menschen zu sprechen, die mich umgeben – das kann auch manchmal vielleicht eine ganz fremde Person sein, weil ich gerade mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin – dann verlasse ich selber immer meine eigene Blase, also dass ich versuche in der Vielfalt drin zu bleiben.
00:08:25: Und die Schubladen, das habe ich jetzt gerade gedacht als du gesagt hast in Kontakt gehen mit den Menschen.
00:08:31: Wir haben ja nicht immer nur einzelne Menschen auf die wir dann einzeln zugehen sondern manchmal haben wir eine Schublade auch für ganze Kollektive also für ganz Menschengruppen.
00:08:41: zum Beispiel könnte ich mir vorstellen alle Jugendlichen sind faul Und dann wäre eben dieses in den Kontakt gehen, sich mal ein paar Jugendliche rauszugreifen und auf die zuzugehen.
00:08:53: Und mit denen drüber zu sprechen und so sagen sag mal wie steht ihr denn zu dem Thema Arbeit oder sich anstrengen?
00:09:01: Ich habe das gerade so im Kopf weil ich hab es ganz häufig zu tun mit diesem Generationenkonflikt und das ist ja auch eine Schublade Ja, dass man sagt die Älteren gehen so bis an die Leistungsgrenze und powern sich aus.
00:09:14: Und es gilt natürlich für manche aber eben nicht für alle!
00:09:19: Das heißt, es geht auch immer wieder darum dass wir Ausnahmen zulassen.
00:09:23: Ja also weil du die Jugendlichen ansprichst wenn da dieses Stereotypen denken da ist alle jugendlichen verbringen etlich viele Stunden am Handy das ich auch die Ausnahme zulasse.
00:09:36: ne da gibt's auch Personen die sind gar nicht so viel mit dem Handy
00:09:40: beschäftigt
00:09:40: weil sie ganz viel Sport machen oder sich politisch engagieren oder sich sozial engagieren.
00:09:46: Und dann kann ich natürlich auch mich selbst reflektieren und mir bewusst machen, ah jetzt habe ich gerade jemanden vor schnell verurteilt.
00:09:54: Ich hinterfrag mich mal kritisch und schau mal dass sich eben nicht gleich kategorisiere sondern erstmal versucht bei mir zu bleiben und einen unverbauten Blick zuzulassen.
00:10:07: Und das Gleiche kann ich auch machen mit Menschen, die ich schon länger kenne.
00:10:12: Dass ich mir aber diese Person anschaue als würde ich sie zum allerersten Mal wahrnehmen.
00:10:18: Das heißt dass ich mich auch bemühe so kleine Details zur Kenntnis zu nehmen also als wäre die Person obwohl ich sie kenne ein unbeschriebenes Blatt.
00:10:28: Das kann auch beim Chef funktionieren, ja?
00:10:30: Also weil oft ist es ja oder bei der Chefin das man so sagt.
00:10:35: Jetzt habe ich schon eine Ahnung wie die Person wieder reagiert wenn ich jetzt mit der Frage komme aber dann auch zu sagen ne jetzt bin ich mal ganz offen als würde ich meine vorgesetzte Person noch gar nicht kennen.
00:10:46: Wahrscheinlich ist es noch schwieriger eben jemanden nochmal wie ein unbeschriebenes Blatt ganz neu zu sehen den man schon länger kennt aufgrund eines äußeren Merkmals am Anfang in die Schublade reinsteckt, den man vielleicht noch nicht so gut kennt.
00:11:04: Weil wir schon Beweise gesammelt haben und oft eben auch so selbst erfüllende Beweise dafür dass der oder diejenige auch so ist wie wir das denken.
00:11:15: Und dann ist es eine ganz schöne Übung da nochmal einen Schritt zurückzugehen und zu sagen, okay jeder Mensch hat es verdient.
00:11:22: Dass ich ihm noch mal eine Chance gebe und dass sich noch einmal neu überdenke.
00:11:27: und abgesehen davon brauchen wir das ja wahrscheinlich auch weil Menschen verändern sich genau.
00:11:32: Genau!
00:11:33: Weil dieser Entwicklungsprozess muss ich dem anderen auch immer wieder zusprechen und den in meinem Kopf offen lassen, dass Entwicklungen im Verhalten bei dem anderen und auch beim mir möglich sind.
00:11:46: kann ja sein, dass ich jahrelang geraucht habe und... unfit und unsportlich war.
00:11:52: Und jetzt bin ich plötzlich ein ganz anderer Mensch, Menschen die mich länger nicht gesehen haben sind gar nicht mitgekommen.
00:11:57: Mit meiner positiven Entwicklung.
00:12:01: Wenn ich mal so auf Familieneignisse schaue, nehmen wir mal an der Schwiegervater oder die Schwiegermutter hat man in einer ganz festen Schublade drin und das ist sehr fest diese Schublada ja aber dann kommt vielleicht eine Altersmilde dazu.
00:12:15: also ich muss es auch berücksichtigen
00:12:19: Ja und dann haben wir natürlich auch noch die Situation, dass mich andere in Schubladen stecken.
00:12:25: Und ich das spüre.
00:12:27: und da ist die Frage was kann ich denn tun um aus der Schublade rauszukommen?
00:12:32: In die mich andere reinstecken.
00:12:35: Da hilft es natürlich offen drüber zu sprechen also dass man tatsächlich mal sagt Ich habe den Eindruck ihr denkt ich bin total unsportlich oder ich bin die sich immer um alles kümmert und immer alles organisiert Ja.
00:12:50: Und da mal mit anderen drüber zu sprechen und zu sagen, also ich nehme mich selber vielleicht ein bisschen anders wahr oder ich würde mich auch freuen wenn ihr mich mal aus einer anderen Perspektive seht.
00:13:01: Also das wirklich ganz klar zu kommunizieren oder ein ganz neues Verhalten zeigen!
00:13:08: Nur Mut zur Unberechenbarkeit ja?
00:13:11: Also es kostet einen vielleicht selber auch ein Stück
00:13:14: Mut
00:13:14: auch mal ein anderes Verhalten an den Tag zu legen.
00:13:18: Nehmen wir mal an, man hat die Schublade und man sei wohl eher schüchtern, dass man sich selber auch ein Herz fasst und sagt so jetzt gehe ich mal hier das Meeting sehr proaktiv an und mache mehr verbale Beiträge zum Beispiel.
00:13:33: Und in dem Fall habe Hilfreich sein, weil es letztendlich ja ein kleiner Anstoß ist sich selber zu reflektieren.
00:13:42: Dann zu überlegen ah was ist denn wahr ist da dran und was nicht?
00:13:46: Und wo will ich mich dann eigentlich einsortieren?
00:13:50: Und dann hat man auch die Chance wenn man eben schüchtern ist sich ein bisschen mehr zu zeigen.
00:13:55: also eigentlich ist das auch eine Unterstützung.
00:13:57: letztendlichen Ja!
00:14:00: Da sind wir beim Thema sich zeigen und authentisch sein.
00:14:04: Es ist auch wichtig, so sein zu dürfen wie man sich selber fühlt oder wie man dich auch selber definiert.
00:14:11: Und natürlich ist es dann so dass man den anderen sich selbst auch zumutet.
00:14:17: also und vielleicht gefällt's auch nicht geben
00:14:20: Und man muss auch nicht von allen gemocht werden.
00:14:22: Ja, ja!
00:14:23: Also dass wir uns da auch frei machen, das wir nicht von allem geliebt und gemoacht werden müssen und ein Stück weit davon freimachen, dass es auch sehr hartnäckig sein kann mit dem Schubladen wieder rauskommen und dass ich auch manchmal sage dann ist es so, dann bleibe ich bei dem in der Schublade drin was solls?
00:14:41: Ich komm' da nicht mehr raus... Dass wir uns immer nicht so viel abverlangen aus den Schubladen rauszukommen
00:14:50: Und wir haben ja auch die Möglichkeit, uns ein neues Umfeld zu suchen.
00:14:54: Wenn wir vielleicht öfter das Gefühl haben, wir kommen da nicht raus dann kann es ganz hilfreich sein dass man mal einen neuen Verein aufsucht oder ein neues Hobby beginnt oder sich einmal in andere Kreise begibt zum Menschen die einem bis dahin noch gar nicht kennen und wo man auch die Chance hat, ganz neu und so wie man sich jetzt fühlt gesehen und definiert zu werden.
00:15:18: Denn da ist man dann tatsächlich erst mal ein unbeschriebenes Glatt und kommt nicht mit seiner ganzen Biografie auf einmal an!
00:15:26: Und die Bilder, die vielleicht andere von uns haben also auch Familie oder auch bewährte Freundeskreise sie sind oft sehr fest cementiert und da es immer wieder schwierig rauszukommen und da braucht's auch von unserer Seite bei den vertrauten Gruppen um uns herum einen dranbleiben, weil wenn wir ein neues Verhalten zeigen, Familie und Freunde die uns gut kennen empfinden das dann eher als eine Ausnahme.
00:15:54: Und es heißt, wir müssen das schon mehrmals zeigen damit registriert wird.
00:15:58: Nee da ist jetzt eine Veränderung, die hier stattfindet!
00:16:02: Das ist ja eigentlich wie so ein ganz normaler Lernprozess.
00:16:05: Wir müssen ja alles was wir lernen öfter wiederholen Und Gedanken, die wir lernen – also gerade positives Denken zum Beispiel muss man ja öfter anwenden damit quasi aus diesem Trampelpfad im Hirn auch eine Autobahn werden kann oder ein ausgetretener Pfad der dann von alleine funktioniert irgendwann.
00:16:26: Ja und als Übung haben wir uns überlegt, dass ihr selber wenn ihr eure eigene innere Schublade aufzieht.
00:16:34: Überlegen könnt.
00:16:35: was ist in meiner eigenen Schubladet drin in die ich mich vielleicht
00:16:39: gesteckt
00:16:39: habe?
00:16:40: Wenn ich da mal so rumkrustle, was möchte ich da vielleicht aussortieren oder neu ordnen oder in ein offenes Regal verräumen und genauso auch im Umgang von unserer Seite mit anderen Menschen, was sie ich denn dafür schubladen und dass sich da mich auch reflektiere.
00:17:01: Was möchte ich denn da bei diesen Schubladen aussortieren, verräumen oder ganz neu einsortieren?
00:17:12: Ja wenn wir nochmal rückschauen mit euch halten, was wir heute besprochen haben dann ging es ganz klar um das Schubladendenken wo wir die Schublade im Alltag anwenden wie wir auch darauf achten können, andere nicht so schnell in Schubladen zu stecken und selber aus bekannten Schubladen wieder rauszukommen.
00:17:35: Wenn euch der Podcast gefallen hat findet ihr viele weitere Folgen bei allen gängigen Podcast Anbietern.
00:17:42: Wir danken euch fürs Zuhören und wünschen euch immer wieder ganz viele offene Regale in eurem Denken!
00:17:49: Alles Gute.
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