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Mach Dankbarkeit und Demut zu deinen Wegweisern

Shownotes

In dieser Podcastfolge sprechen darüber, wie wir unseren Blick öfters von den Dingen weglenken und dafür mehr Dankbarkeit und Demut emfinden können. Wir klären, warum sie Schlüsselelemente der Positiven Psychologie sind und was sie miteinander zu tun haben. Was bringen sie uns für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere seelische Zufriedenheit? Dazu stellen dir Reflexionsfragen und Übungen aus unserer therapeutischen Arbeit vor, die dir helfen, auch für die kleinen Dinge dankbar zu sein und sie zu achten.

Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge

  • Darum sind Dankbarkeit und Demut als Schlüsselelemente der Positiven Psychologie
  • Die Psychologie der Dankbarkeit: Ihre Wirkung auf Geist und Seele
  • Wofür können wir dankbar sein?
  • Die Psychologie der Demut: Was zeichnet sie aus?
  • Was kann uns im Weg dabei stehen, mehr Dankbarkeit und Demut zu entwickeln?
  • Übung: Erstelle dein Dankbarkeitstagebuch

Wir wünschen dir eine schöne Zeit und danken dir, dass du uns begleitest und diese Podcastfolge angehört hast. Deine Maja und Claudia


In dieser Podcastfolge stellen wir dir das angeleitete Lebensfreude-Tagebuch vor, das Maja mithilfe von weiteren Therapeutinnen und Therapeuten aus dem Autorenteam des PAL Verlags konzipiert und geschrieben hat. In wenigen Minuten am Tag kannst du so deine innere Einstellung ändern, alte Gewohnheiten und negative Denkmuster ablegen, dein Selbstwertgefühl stärken und mehr Vertrauen in dich und deine Umwelt aufbauen – nicht zuletzt, indem du einträgst, wofür du dankbar bist. So wird sich dein Leben positiv verändern und du wirst andere damit anstecken. Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten findest du im PAL Onlineshop.

Aber wir empfehlen noch ein weiteres Tagebuch aus dem PAL Verlag: Ein Kurs in Dankbarkeit von Gert Kowarowsky und Christina von Puttkamer. Wie in einem Kurs lernst du in 108 Tagen, deinen Blick auf die positiven Erfahrungen im Leben zu richten – große und bedeutende, aber auch kleine und flüchtige – und so tiefe Dankbarkeit zu entwickeln. Durchs tägliche Aufschreiben werden kraftspendende Erinnerungen gesammelt, die helfen, ein Gegengewicht zu schwierigen Lebenssituationen zu schaffen und die Balance wiederherzustellen. Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten findest du im PAL Onlineshop


Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du zum Nachlesen auf unserer Website [hier]).


Unser Podcast "Wecke deine Lebensfreude" erscheint jeden zweiten Sonntag in meinem Podcast-Kanal und im kostenlosen Online-Newsletter des PAL Verlags Vitamine für die Seele. Darin erhältst du viele weitere Beiträge und Impulse zum Thema, dazu ein Video und einen Psychotest. Übrigens: Als Abonnentin oder Abonnent erhältst du 10% Extra-Rabatt auf alle Jahreskalenderausgaben. Mehr Infos zum Newsletter und zu Anmeldung findest du hier.

Transkript anzeigen

00:00:06: Wecke deine Lebensfreude!

00:00:15: Der Psychologische Podcast von und mit Maya Günther

00:00:19: und Claudia Morgenstern.

00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, heute sprechen wir über Dankbarkeit und über Demut.

00:00:33: Im Alltag ist es häufig so dass wir mehr über die Dinge nachdenken, die uns belasten und die schwierig sind für uns der Dankbarkeit, genügend Raum zu geben im Alltag.

00:00:50: Sie geht sonst schnell unter und es ist etwas Bewusstes wo wir unsere Aufmerksamkeit hinwenden müssen.

00:00:58: Genau, also das Schöne ist wir können Dankbarkeit auch ein bisschen trainieren indem wir unsere Gedanken auf positive Dinge lenken und es nicht so schön ist dass Dankbarigkeit oft nicht von alleine da ist.

00:01:13: Also wir brauchen so ein bisschen die Beschäftigung damit und das werden wir heute in diesem Podcast tun uns damit beschäftigen damit wir trainieren können die positiven und stärkenden Gedanken in unseren Alltag reinzuholen.

00:01:28: Und Claudia, wofür bist du denn zum Beispiel dankbar?

00:01:33: Ich finde, es gibt so viele Gründe um dankbar zu sein und das sind oft diese Glücksmomente oder auch so diese Kleinigkeiten im Alltag.

00:01:43: Das muss nicht immer was ganz ganz Großes sein!

00:01:46: Ich sage jetzt mal eine kleine Momentaufnahme von meinem Morgen heute.

00:01:52: ich starte den Tag gerne mit einer Yoga-Übung.

00:01:55: die nennt sich Sonnengruß.

00:01:57: Die mache ich auf meiner kleinen Terrasse.

00:02:03: da bin ich dann dankbar, dass sich mein Körper bewegen kann.

00:02:07: Dass ich mich in dem Augenblick mit meinem Körper verbinden kann.

00:02:11: Dann bin ich dankbar weil die Vögel außen rum Zwitschern höre.

00:02:15: oder heute Morgen habe ich so Wolken am Himmel gesehen.

00:02:18: das sind jetzt so kleine Beispiele und da merke ich ja da habe ich eine bewusste Wahrnehmung von der Umgebung um mich herum gehabt und auch meinen Körper spüren können Gefühl der Dankbarkeit auf.

00:02:34: Und bei dir, Maya!

00:02:35: Für was warst du heute Morgen dankbar?

00:02:38: Also ich war jetzt gerade am Wochenende auf einem Fest mit Freunden und die haben so einen ganz schönen Garten ohne Zaun außen rum.

00:02:48: Und da kamen so die Wolken, und dazwischen ist die Abendsonne so ganz rot hat sie dadurch geleuchtet.

00:02:55: Und dann habe ich gedacht boah wow also diese Natur das ist schon Wahnsinn in der wir hier leben dürfen!

00:03:02: Ich habe dann so das Gefühl gehabt, wir leben in einem Land wo andere Urlaub machen und es ist wirklich ganz schön privilegiert dass hier auch so satte grüne Wiesen sind.

00:03:11: Und dann hat man die Berge im Hintergrund gesehen und diese Natur das war schon sehr schön!

00:03:17: Heute Morgen als ich aufgewacht bin hab ich mir gedacht ach schön dass mein Körper mich durch meinen Leben trägt also der stabil ist und jetzt habe ich ja schon ein paar Jahre auf dem

00:03:28: Buckel

00:03:29: Und da bin ich schon sehr dankbar, dass sich in meinem Körper auch so ein gutes Zuhause habe und das der mich so stabil begleitet durch mein Leben.

00:03:38: Ja und

00:03:39: dass du auch immer wieder erfahren durftest, dass dich dein Körper von einem vielleicht beschwerlichen Befinden auch mal wieder erholt hat ne?

00:03:46: Also es ist ja nicht immer alles gegeben sondern dass wir auch Krankheiten durchleben und da uns erholen können.

00:03:53: wiederum

00:03:55: Und ich bin auch dankbar für die Musik.

00:03:56: Wir haben in unserer Familie ganz viel Musik, alle machen irgendwie Musik und das ist auch eine totale Bereicherung im Leben.

00:04:03: Ja

00:04:03: und wenn wir mal schauen also Dankbarkeit und Demo sind ja eng miteinander verbunden ne?

00:04:08: Also wir werden das nachher differenzieren und beide sind Artverwandt sage ich jetzt mal und sind ganz wichtige Schlüsselkonzepte in der positiven Psychologie.

00:04:21: Und die positive Psychologie, die beschäftigt sich immer mit dem Stärken und dem Wohlbefinden der Menschen.

00:04:28: Und weniger mit den Defiziten und den Krankheiten.

00:04:31: Das passt dann auch zu dem was du am Anfang gesagt hast, Maya, dass unser Fokus von unserem eigenen Denken gerne zu dem Negativen hingeht weil wir da ja etwas lösen müssen und lösen wollen und das wir uns den Schlüssel Qualifikationen zuwenden.

00:04:49: Ja, und da schauen wir uns als allererstes die Dankbarkeit an.

00:04:52: Wir machen das heute ein bisschen gestaffelt nacheinander und gucken erst auf die Dankigkeit und dann auch auf die Demut.

00:04:59: Die psychologische Wirkung der Dankbarheit ist sie reduziert Druck weil ich den Fokus auf das habe was bereits da ist.

00:05:08: also guckt dann auf Dinge, die gut sind im Leben.

00:05:12: Die unbedingt zu bleiben sollen, die ich habe Beziehungen, die Ich habe vielleicht auch Körper Natur Gesellschaft also alles was da ist um mich rum.

00:05:25: das ist ja im Prinzip der Kern der positiven Psychologie.

00:05:29: und mir ist es heute Morgen wieder so klar geworden, immer wenn ich runterkomme dann mache ich Frühstück für die Familie.

00:05:35: Für die bin ich auch dankbar.

00:05:38: und dann schalte ich aber das Radio ein und um sieben Uhr kommen immer die ersten Nachrichten, die ich am Tag mitbekommen.

00:05:44: Und dann habe ich gedacht es ist schon Wahnsinn wie viel Raum des einen nimmt man wird sofort... also es kommen ja viele negative Nachrichten und man wird da sofort so reingesaugt und dann geht die Negativspirale gleich weiter.

00:05:56: Da kommt dann eins zum anderen.

00:05:58: dann denkt mal Gott Die Umwelt, ah ja stimmt.

00:06:01: Und achja die Hitzewelle und dann baut sich das so auf und dann ist da plötzlich gar kein Raum mehr.

00:06:07: umso wichtiger ist es das positive ins Leben

00:06:09: zurückzuholen.".

00:06:11: Und manchmal kann man dem auch nachhelfen dass man vielleicht sagt ich starte jetzt den Tag nicht mit den Welten Nachrichten auch wenn wir natürlich auch informiert sein wollen.

00:06:20: aber muss ich das gleich am Anfang des Tages als erste Botschaft mitnehmen?

00:06:25: Kann das nicht auch später am Tag mich

00:06:27: erreichen?".

00:06:28: Liebe Musik!

00:06:29: Ja,

00:06:30: dass wir uns das dosieren dürfen.

00:06:33: Das Schöne ist bei der Dankbarkeit.

00:06:35: also Menschen die dankbar sind kommen auch seltener in eine Burn-out Situation denn sie geraten selten da in diese immer mehr Falle Denn Sie können auch gut auf der Haben Seite schauen was schon alles da ist Was Ihre persönlichen Schätze angeht

00:06:57: Ja, und dann ist man natürlich auch zufrieden mit dem was da ist.

00:07:01: Und es hilft gleichzeitig um Stress abzubauen also diese Burnout-Falle in die geradlicher wenn ich auch in so einen negativen Gedankenstrudel reingerate.

00:07:14: Insofern tun wir auch etwas für unsere Gesundheit gegen Druck und gegen Stress.

00:07:20: Und das Schöne ist auch, du hast ja gerade gesagt maja wir können sehr dankbar für unsere Beziehungen sein.

00:07:26: und wenn es mir dann noch gelingt diese Dankbarkeit.

00:07:31: auszusprechen und zu sagen, hey danke für dein Dasein.

00:07:34: Danke dass du mir heute an der Stelle im Alltag geholfen hast.

00:07:38: Dann beflügelt es ja auch nochmal diese Beziehung.

00:07:41: also dann ist es so eine Aufwärtsspirale wenn ich diese Dankbarkeit meinen Menschen die mich umgeben wenn ich denen das immer mal als Kompliment oder als Dankeschön formuliere

00:07:54: Und das fällt mir immer mehr auf in meinen paar Beratungen.

00:07:57: Also natürlich kommen ja Paare zu mir, weil sie Probleme haben und weil sie irgendwie feststecken und nicht weiter wissen.

00:08:05: aber ganz häufig habe ich auch den Eindruck die sind so festgehangen an dem was am anderen schlecht ist oder was sie am andern nicht mögen, was sie stört und da ist der Fokus immer so auf diesen Themen.

00:08:19: also eigentlich hätte ich den Anderen gerne ganz anders Und das ist wie so ein Einhaken.

00:08:24: Also die haken sich dann gegenseitig an den negativen Verhaltensweisen ein und bleiben da hängen, suchen immer mehr Beweise dafür, dass diese negative Verhaltungsweise aufrechterhalten bleibt.

00:08:38: Da fällt mir das extrem auf!

00:08:40: Wie schwierig es ist im Alltag auch mal die Dinge auf das zu lenken was ich am anderen schätze wofür ich dankbar bin.

00:08:48: was ich gerne mag Und was ich dann manchmal mache ist, ich frage dann die Paare.

00:08:54: Was war denn da als ihr euch kennengelernt habt?

00:08:57: Also so in dieser ersten Zeit wenn man sich kennenlernt, da isst man ja in der Regel andersrum mit der sogenannten rosernen Brille unterwegs und sieht nur das positive!

00:09:08: Wenn man sich darauf im Nachhinein wieder konzentriert, dann kommen auch wieder so warme Gefühle und dann kommt manchmal auch tatsächlich Liebe zurück oder man kann sie wieder empfinden.

00:09:19: Und man hat eine Ressource auf der man aufbauen kann und die an der Beziehung arbeiten kann.

00:09:25: Das heißt in deiner Paarberatung, in der Situation schwenkst du nochmal den Blick auf die Anfänge zurück?

00:09:32: Und vielleicht gibt es dann Elemente, die heute noch da sind – nicht nur am Anfang!

00:09:38: Aber wenn das so verhakt ist, dann ist es noch mal ein hilfreicher Rückblick an die Anfänge hinzuschauen.

00:09:45: Oder die man sich auch wieder herstellen kann – auch wenn Sie jetzt vielleicht heute gerade verdeckt sind.

00:09:51: aber manchmal ist es ja eben nur verdeckt von einem Alltag der voll ist und von einer Konzentration auf ganz andere Dinge.

00:09:58: Und es lässt sich wieder zurückholen!

00:10:03: Das ist natürlich dann auch eine Entscheidung.

00:10:04: Es kann auch sein dass es nicht zurückkommt.

00:10:07: Im schlechtesten Fall entscheide ich mich dann, mich zu trennen.

00:10:10: Aber dann ist auch was passiert.

00:10:12: Dann ist auch ein Prozess weitergegangen.

00:10:15: Und zugleich – wenn du das beschreibst mal ja – kann ja auch das Paar dankbar sein für die gemeinsame Zeit, die sie erlebt haben?

00:10:23: Auch wenn sich die Wege dann letztendlich trennen!

00:10:27: Es gab ja einmal eine gute Zeit und für die darf man dankbar seien, auch wenn es vielleicht später in einem Konflikt geendet ist.

00:10:37: Wir können auch noch mal schauen, was sind denn die Störenfriede bei der Dankbarkeit?

00:10:42: Also was drückt die Dankbarheit nach unten auf jeden Fall wenn wir im Selbstmitleid schwimmen oder wenn wir jammern.

00:10:53: und uns mit anderen vergleichen.

00:10:56: Und natürlich das Anspruchsdenken, dass spielt der Dankbarkeit Ungutindikaten!

00:11:01: Also ihr könnt euch mal die Frage stellen was müsst ihr tun um nicht dankbar sein zu können?

00:11:08: Ja und dann kommt man auf diese Situation oder diese Begriffe.

00:11:15: Und wenn wir uns mal der Demut zuwenden also was zeichnet denn die Demut aus?

00:11:22: Dann, wenn man so drüber nachdenkt kommt mal relativ schnell dahin es ist eine Haltung.

00:11:27: Also tatsächlich hat Demut viel mit einer Haltung zu tun.

00:11:32: das ist nicht durch mich allein entstanden.

00:11:34: also ich bin ein Teil von etwas und Ich bin eingebettet in eine Gesellschaft oder in eine Umgebung als es gibt einen größeren Zusammenhang.

00:11:45: zum Beispiel neulich Demut empfunden.

00:11:48: Da bin ich in eine Kirche reingegangen und da war die erste Stufe, das war so eine Steinstufe von einer ganz alten Kirche, die war schon so ausgetreten.

00:11:59: Und dann habe ich mir so kurz gedacht wie viele Tausende wahrscheinlich Millionen Menschen sind über die letzten hunderte von Jahren in diese Kirche rein und wieder rausgegangen?

00:12:10: Dann geht es so weiter!

00:12:12: Dann hab' ich drüber nachgedacht.

00:12:13: was hatten sie für Gefühle Und wir haben die sich da geborgen und aufgehoben gefühlt, das ist ja auch ein Raum wo man seinen Glauben leben kann.

00:12:23: Wie sahen die aus?

00:12:24: Mit wem sind sie dort gewesen?

00:12:27: Man fühlt sich dann gleich so klitzeklein weil es gibt so viele andere Menschen noch die eine Welt bevölkern oder auch eine Gesellschaft ausmachen.

00:12:37: Das heißt wir sind ein kleiner Teil zugleich eingebettet in was ganz Großen und Ganzen.

00:12:45: Für manche ist es dann vielleicht etwas Spirituelles, dass sie sich innerlich sagen ja ich bin ein Teil der der Schöpfung oder auf die Natur geschaut Ich Bin Ein Teil der Natur Oder Ich Bin ein Teil von anderen Mitmenschen Die vor mir schon da waren oder nach mir kommen Und Ich Bin Einen Kleines Licht Im großen Universum und Dadurch legt sich eine bescheidene Halt dann bei uns macht sich da breit, dass wir merken, wir können auch nicht alles immer auf uns alleine zurückführen.

00:13:18: Also selbst wenn ich ein Problem löse hat mir vielleicht jemand anderes noch geholfen, vielleicht der Kollege.

00:13:24: also das heißt es gibt noch mehr Sachen um mich herum als ich alleine, ich bin nicht der Nabel der Welt ja?

00:13:31: Also da gibt's andere gute Kräfte die mitwirken

00:13:36: Und es macht so ein Gefühl von eingebettet sein.

00:13:39: Also ich fühle mich eingebrettet, geborgen aufgehoben und vielleicht habe ich einen Empfinden für den Platz der Welt im Zusammenhang, im größeren Zusammenhang ja?

00:13:52: Wenn wir uns mal überlegen welche Frage kann uns in eine demütige Haltung bringen.

00:13:58: dann wäre das zum Beispiel wer oder was hat außer mir dazu beigetragen dass etwas funktioniert hat.

00:14:06: Also kann ich mich auch beruflich fragen, ja wer oder was hat dazu beigetragen dass das Projekt gut geworden ist?

00:14:13: Das ist für mich so eine Unterstützung in diese demütige Haltung reinzukommen

00:14:19: Und es ist nicht selbstverständlich.

00:14:21: Selbst das Leben, dass wir Geschenk bekommen haben, ist ein Geschenck und nichts Selbstverständliches.

00:14:27: oder ich sage jetzt mal, dass ich jetzt atme, ist auch nicht selbstständig sondern das macht meinen Körper und der ist ja auch schon ein Wunder der Natur also dieses Herz und diese Lunge die atmen rund um die Uhr.

00:14:39: Also dann kann ich auch demütig meinem Körper gegenüber sein, dass er mich rundum die Uhr mit Sauerstoff versorgt kann.

00:14:49: Also wir merken, es gibt so viel Größeres um uns herum und Ja, ein kleiner Teil und manchmal auch sehr unbedeutend.

00:14:58: Und das reduziert auch wieder unser Ego aber im Guten.

00:15:02: also dass wir uns nicht selber immer so überschätzen ja

00:15:05: und auch nicht so ich zentriert durch die Gegend laufen.

00:15:08: Also das habe ich auch häufig Dass sich in Beratungen denkt Mensch da dreht sich jemand schon ganz schön um sich selber Da steckt man ja auch gerne mal fest und dann nimmt Man sich selber ja auch irgendwie wahnsinnig wichtig und man hat das Gefühl man ist der nabel der welt vielleicht nicht so bewusst, aber dadurch dass wir versuchen alles zu verstehen und dass wir auch an Informationen so leicht rankommen heutzutage passiert es schon schnell das man sich auch alles erklären möchte.

00:15:38: Und dann passiert es schnell, dass ich mich ständig um mich selber kreise Und da ist die Demut sehr, sehr hilfreich diese Ich-Zentrierung ein Stück weit aufzugeben und sich eben als kleinen Teil von etwas zu empfinden und sich selber auch nicht so wichtigzunehmen.

00:15:56: Und gleichzeitig steigt dadurch in dieser demütigen Haltung die Wertschätzung oder der Respekt

00:16:03: vor,

00:16:04: zum Beispiel den Mitmenschen.

00:16:05: Weil sie auch einen Beitrag geleistet haben zu dem was ich heute habe oder was sich heute bin.

00:16:13: also da brauche ich dann nur auf meine Eltern schauen und sagen ja die haben mir auch das Leben geschenkt egal wie vielleicht die Eltern-Kindbeziehung ist aber Sie haben ihren Beitrag dazu geleistete dass ich am leben bin.

00:16:25: Mir geht es aber auch manchmal so, wenn ich zum Beispiel was zu essen koche und ich habe die frischen Lebensmitteln.

00:16:31: Also da denkt man auch nochmal anders drüber nach, wenn man leichtfertigt zum Beispiel Lebensmittel wegschmeißt.

00:16:38: Das ist schon dann nicht mehr einfach, wenn du mit Demut an den ganzen Menschen denkst, die dafür arbeiten und die sich ja in der Regel selber gar nicht leisten können.

00:16:47: Jemand, der auf so einer Plantage irgendwo arbeitet hat vielleicht nicht immer alles zur Verfügung, weil er für wenig Geld arbeiten muss.

00:16:56: Und die Natur, die auch diese Dinge hervorbringt.

00:16:59: Ja da haben wir wieder die Dankbarkeit finde ich.

00:17:03: und was kann uns denn bei der Demut im Weg stehen?

00:17:07: Also das ist zum einen die Ich-Zentrierung, die wir schon genannt haben wenn man sich selbst so wichtig nimmt und auch wenn man alles als selbstverständlich ansieht und überhaupt nicht drüber nachdenkt wo was herkommt und wie etwas entstanden ist.

00:17:23: Und wer da vielleicht noch beteiligt war?

00:17:27: Ja, und als Übung haben wir uns ein... Dankes-Tagebuch für euch überlegt, wo ihr am Ende des Tages drei Dinge hineinschreiben könnt.

00:17:39: Auch gerne mehr!

00:17:40: Aber mindestens drei so kann man sagen, für die ihr dankbar seid an diesem Tag oder um das noch weiter zu öffnen, über die ihr euch gefreut habt.

00:17:50: und das können viele Kleinigkeiten sein.

00:17:52: Das kann ein Lächeln sein, das kann ein gelöstes Problem sein, dass kann der leckere Kaffee am Morgen sein da mindestens drei Sachen aufzuschreiben und dadurch wird das positive in den Vordergrund gestellt.

00:18:07: Und dann geht ihr noch einen Schritt weiter Da lenkt den Fokus auf die Demut.

00:18:13: Da ist dann die Frage, was hat außer mir noch dazu beigetragen oder wer hat außen mir dazu beigtragen?

00:18:21: Das kann zum Beispiel sein ja der leckere Kaffee ist vielleicht von meinem Mann gemacht worden Ja oder von dem Barista und der Kollege oder die Kollegin hat mir bei einem Problem geholfen.

00:18:34: Also, dann bin ich in dieser Demo und ich kann beides miteinander durch diese beiden Fragen verknüpfen im Dankestagebuch.

00:18:43: Und wenn ihr ein richtiges Dankes-Tagebuch in Form eines fertigen Tagebuchs nutzen wollt, könnt ihr euch mal das paar lebensfreude Tagebuch anschauen.

00:18:55: Das ist genauso aufgebaut dass man die Gedanken auf das positive lenkt und jeden Tag was reinschreibt wofür man dankbar ist?

00:19:02: Ja ich kann vielleicht zu guter Letzt noch von einem Klienten erzählen der mit einem eigenen Dankestagebuch gearbeitet hat und der in einer depressiven Verstimmung war.

00:19:14: Und es hat einen schönen Übungseffekt, also am Anfang ist sehr kopflastig ergangen, wenn er über drei Dinge nachdenken sollte für dir an dem heutigen Tag dankbar war.

00:19:28: Und dann kam es aber auch im Verlauf dieses Führen vom Tagebuch das sich der Blick geschärft hat also dass er dann auch während des Tages gemerkt hat oh!

00:19:38: Das ist wieder ein Moment der Dankbarkeit, das kann ich ja heute Abend verwenden und dass es ihm im Laufe der Zeit immer leichter gefallen am Ende des Tages drei Dinge zu benennen und nicht so kopflastig, sondern es war dann irgendwann so dass er nicht nur bei drei Dingen stehen geblieben ist.

00:19:58: Sondern es floss dann mehr in dieses Buch hinein und dann hat er das auch hergenommen für Tage die für ihn sehr grau eingefärbt waren emotional und hat dann auch in diesem Dankbarkeits-Tagebuch geblättert.

00:20:12: und da ist es auch noch mal was sehr Wohltunendes an den Tagen wo's uns nicht gut geht.

00:20:17: Das ist wie mit allem neuen Wissen.

00:20:20: Man braucht eine neue Autobahn im Kopf, am Anfang es ist ein Trampelpfad und wenn man die Aufmerksamkeit da drauf lenkt und es übt jeden Tag dann tritt man den Pfad aus bis das eine Autobahn wird und da wird schon automatisch gefahren.

00:20:34: also da muss ich irgendwann nicht mehr drüber nachdenken.

00:20:43: Ja wir halten nochmal Rückstau mit euch was wir heute thematisch behandelt haben Da ging es um die Dankbarkeit und um die Demut, wie sie miteinander verbunden sind.

00:20:55: Die beiden stillen Wegweiser und wie sie sich voneinander unterscheiden und wie wir auch ganz gezielt uns selber Fragen stellen können, um die dankbarkeit zu fördern und die demut zu fördern.

00:21:11: Wenn euch der Podcast gefallen hat findet ihr viele weitere Folgen bei allen gängigen Podcast Anbieter Und den Link zum Lebensfreudetagebuch im Parlonlineshop findet ihr in den Show Notes.

00:21:26: Wir danken euch fürs Zuhören und sind ganz dankbar für eure treue Hörerschaft!

00:21:31: Alles Gute!

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