Nutze deinen inneren Kompass!
Shownotes
In dieser Podcastfolge geht es um unsere innere Stimme – unsere Intuition. Denn sie ist weit mehr als ein diffuses Bauchgefühl, sondern der innere Abgleich von Erfahrungen mit der gegenwärtigen Entscheidung, vor der wir stehen. Wir stellen dir psychologische Strategien vor wie es gelingt, die Intuition wahr- und ernst zu nehmen, und zeigen anhand von Fallbeispielen aus unserer therapeutischen Praxis, wie sie dir helfen kann Herausforderungen besser zu meistern.
Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge
- Wie zeigt sich Intuition und wie wirkt sie?
- Warum fällt es uns oft so schwer, der inneren Stimme zu folgen?
- Wie stärkst du deine innere Stimme?
- Worin kann die Gefahr liegen, wenn wir uns auf unsere Intuition verlassen?
- Unser Impuls: So schulst du deine Intuition
Wir wünschen dir immer wieder die Möglichkeit innezuhalten und innere Stimme zu hören. Alles Gute!Deine Maja und Claudia
Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie du deine innere Stimme stärken kannst, empfehlen wir dir unsere Website-Beiträge zum Thema, beispielsweise zum "inneren Team" sowie zwei wissenswerte und motivierende Ratgeberbücher:
In "So findest du mehr Selbstvertrauen" gibt dir der Psychotherapeut und Bestsellerautor Rolf Merkle Anleitung zur Selbsttherapie. Sie hilft dir, Schluss zu machen mit Minderwertigkeitsgefühlen, übergroßer Schüchternheit und der ständigen Angst, nicht gut genug zu sein. Und er zeigt, wie du wieder positiv denken lernst und Schritt für Schritt dein Selbstvertrauen stärkst. Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten findest du im PAL Onlineshop, hier.
Und Maja erklärt in ihrem Ratgeber "So findest du innere Stabilität" wie du deine innere Stabilität wiederfindest und sie gibt dir vielen Übungen und Impulse an die Hand, mit deren Hilfe du sie auch erhalten kannst. Mit Beiträgen der Psychologinnen und Bestsellerautorinnen Dr. Christa Diegelmann, Dr. Margarete Isermann, Dr. Ingeborg Warnke und Dr. Doris Wolf. Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten findest du im PAL Onlineshop, hier.
Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du zum Nachlesen auf unserer Website [hier]).
Unser Podcast "Wecke deine Lebensfreude" erscheint jeden zweiten Sonntag in meinem Podcast-Kanal und im kostenlosen Online-Newsletter des PAL Verlags Vitamine für die Seele. Darin erhältst du viele weitere Beiträge und Impulse zum Thema, dazu ein Video und einen Psychotest. Übrigens: Als Abonnentin oder Abonnent erhältst du 10% Extra-Rabatt auf alle Jahreskalenderausgaben. Mehr Infos zum Newsletter und zu Anmeldung findest du hier.
Transkript anzeigen
00:00:06: Wecke deine Lebensfreude!
00:00:15: Der psychologische Podcast von und mit Maya Günther
00:00:19: und Claudia Morgenstern.
00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge
00:00:26: unseres Podcasts,
00:00:28: heute geht es um die innere Stimme ist im Prinzip das Gleiche wie die Intuition.
00:00:37: Die haben wir ja alle ganz von Natur aus.
00:00:41: und Claudia, wann hast du denn das letzte Mal deine innere Stimme gespürt?
00:00:48: Also ich habe sie sehr deutlich gehört, da war für mich eine große Entscheidung die Anstand.
00:00:55: Ich habe innerlich gespürt dass sich bei meinem Arbeitgeber – da war ich dann bestimmt zehn Jahre schon bei dem Arbeitgebers – nicht mehr im richtigen Platz bin.
00:01:05: und das hat sich auch bei mir durch das Bauchgefühl gezeigt, dass ich da nicht mehr mit einem guten Gefühl in die Arbeit gegangen bin.
00:01:14: Und das hat mir den Mut gegeben, zu sagen ich setz noch mal die Segel anders und hab dann nochmal meine Arbeit gewechselt.
00:01:23: Das hat sich im Nachhinein für mich bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war.
00:01:28: War ein gutes Bauchgefühl
00:01:29: am Ende?
00:01:29: War ein gutes Bauch gefühlt!
00:01:31: Natürlich stecken ja auch Überlegungen dahinter aber es gab so einen Zeitpunkt wo ich gemerkt habe Es fühlte sich nicht mehr stimmig an und es braucht eine Veränderung initiiert.
00:01:44: Das ist jetzt so ein ganz großes Beispiel, manchmal gibt es ja auch so Kleinigkeiten im Alltag.
00:01:49: Maja wann war deine letzte Bauchentscheidung?
00:01:53: Ja bei mir hat der Bauch gestern dazu beigetragen dass ich noch an den See gefahren bin mit meiner Familie was tatsächlich sehr schön war.
00:02:01: da lag am Nachmittag die Entscheidung in der Luft machen wir das jetzt weil wir sind ja gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen oder machen wir es nicht und sind ganz vernünftig und bleiben zu Hause.
00:02:13: Und das war dann intuitiv die richtige Entscheidung, weil dann die Sonne noch rauskam und es waren richtig schöner Abend am See!
00:02:21: Ja und ihr könnt dadurch, kann ich mir vorstellen, euer Urlaubsgefühl doch etwas rüber retten.
00:02:27: Und die Intuition, da kommen wir später auch noch mal drauf zu sprechen.
00:02:32: Hat ja so eine große Wirkkraft wenn schnelle Entscheidungen gefällt werden müssen und das war dann auch ein Beispiel für eine Flotte Entscheidung.
00:02:39: Das
00:02:39: war ne Atok-Entscheidung?
00:02:41: Ja genau!
00:02:42: Also wir merken schon so im Trübersprechen dass die Intuition ganz häufig eine Rolle spielt.
00:02:48: und wenn wir uns das Wort mal anschauen intuzio lateinisch heißt genau anschauen erkennen Und das heißt auch, dass wir unbewusste Muster wiedererkennen.
00:03:01: Also bei der Intuition, beim Bauchgefühl ist es nicht wie manche sagen... also ich finde, es ist sowas was oft Männer sagen ja meine Frau die hört immer nur auf ihren Bauch und es hat so etwas Abwertendes aber es ist eben nicht nur dieses Auf den Bauch hören ohne Hintergrund sondern wir greifen auf Erfahrungen zurück, die wir in unserem Leben gemacht
00:03:24: haben.
00:03:25: Das heißt, da wird ganz viel abgeglichen.
00:03:28: Also das ist ein Musterabgleich zwischen der aktuellen Situation und Situation die wir schon mal in ähnlicher Form hatten.
00:03:36: Da ist ganz viel so implizites Wissen in diesem Erfahrungsschatz drin also wissen was wir gar nicht immer so versprachlichen können Erfahrungen abgespeichert
00:03:48: ist.
00:03:49: Ja und wie sie sich zeigt, ist dann natürlich über den Körper.
00:03:53: Wir nehmen den Körper wahr und haben zum Beispiel ein Flaus oder wie du jetzt auch vorhin beschrieben hast ein ungutes Bauchgefühl oder manche haben es auch mehr im Kopf das es irgendwie im Kopf schwummert oder der Kopf nicht klar ist oder so eine Art Durcheinander im Kopf entsteht.
00:04:11: oder wir fühlen auch Erleichterungen, wenn wir auf die Intuition gehört haben und merken das war die richtige Entscheidung.
00:04:18: Also das Gefühl spielt eine große Rolle und demnach ist es auch wichtig, die Wahrnehmung so ein bisschen zu schulen und auch zu trainieren dass wir uns da Raum geben dafür.
00:04:30: Ja und diese innere Stimme, unsere Intuition hat für uns auch noch mal eine ganz wichtige Kontrollfunktion.
00:04:39: Das merken wir zum Beispiel daran wenn wir große Entscheidungen gefällt haben wie jetzt mein Beispiel mit dem Jobwechsel oder eine Beziehung zu beenden oder umzuziehen und wir haben diese Entscheidung gefällt und auf einmal merke ich aber dass es sich anfühlt, dass es sich noch nicht stimmig anfühlen.
00:05:03: Ich finde in dem Wort Stimmig ist ja auch die Stimme drin.
00:05:06: also wir merken die innere Stimme ist noch nicht ganz zufrieden.
00:05:10: dann hat die Intuition auch diese Kontrollfunktion das ich diese Entscheidung nochmal überdenke, weil vielleicht ein wichtiger Aspekt noch außer Acht gelassen wurde den ich noch mit einbeziehen möchte.
00:05:23: Also gerade auch bei großen Entscheidungen die sehr vielschichtig sind merken wir dann aha es fühlt sich trotzdem nicht ganz stimmig an obwohl ich eine Entscheidung gefällt habe.
00:05:36: Ja, und da sind wir schon mitten drin.
00:05:38: Was zeichnet denn die Intuition aus?
00:05:41: Die Intuition zeichnt auch aus dass sie bei spontanen Entscheidungen hilft.
00:05:46: also das war jetzt mein Beispiel vorhin.
00:05:48: wenn wir so schnelle Entscheidung treffen dann kann die intuition auch total hilfreich sein.
00:05:55: Und zu guter Letzt ist auch die Intuition in den zwischendmännlichen Begegnungen auch ein ganz wichtiger Kompass.
00:06:04: Denn diese Intuition, wir machen da ja wieder einen Abgleich zum Beispiel mit der Gestik des anderen und da gibt es so ganz viele Minimalbewegungen in der Gestick und sie werden immer abgeglichen mit unserem Erfahrungsschatz.
00:06:21: das heißt Es kann sein dass uns jemand was auf der verbalen Ebene erzählt und wir merken aber dann vom Gefühl her, irgendwas stimmt hier gerade nicht.
00:06:32: Vielleicht werde ich gerade angelogen weil die Gestik nicht ganz zu dem gesagten passt.
00:06:38: und manchmal sind es diese sogenannten Mikro-Expressionen, die sind ganz klein nur, diese ganz feinen Unterschiede im Gesicht Und da hilft uns die Intuition in der zwischenmenschlichen Begegnung.
00:06:52: Ist es jetzt jemand, bei dem ich mich sicher fühle oder lügt er mich an?
00:06:58: Oder tut er mir gut?
00:06:59: Da hilft uns dann auch wiederum unser Bauchgefühl durch den Erfahrungsschatz, den wir angesammelt haben!
00:07:06: Ja, und ganz besonders natürlich wenn wir Menschen neu kennenlernen.
00:07:10: Ich habe gerade so gedacht an Beziehungen... Wenn man am Anfang noch so unsicher ist liebt er mich wirklich oder liebt der mich noch nicht so richtig?
00:07:19: Oder wie findet er mich eigentlich?
00:07:21: ja dass man da auch die Intuition zur Hilfe nimmt und sich dann auch darauf verlassen kann wenn da ein positives Signal kommt oder eine freundliche Geste das ich es auch ernst nehme und sage ja das fühlt sich gut an und da vertraue ich auf mein Bauchgefühl und nehmen dann den anderen auch ernst in dem Moment.
00:07:41: Oder auch wenn man in einem neuen Kollegen-Setting drin ist, in der Arbeit zum Beispiel – da ist es natürlich auch so, dass wenn man jemanden noch nicht kennt, dass man dann seine ganzen Wahrnehmungskanäle noch nutzen kann Auf wen kann ich mich verlassen?
00:08:01: Wer funktioniert, wie?
00:08:02: Wer arbeitet auf welche Weise und was brauche ich da um gut zusammenzuarbeiten.
00:08:09: Und wenn wir so merken ja wo uns die Intuition ja auch hilfreich ist warum ist es auf der anderen Seite manchmal so richtig schwierig sich dem inneren Kompass an zu vertrauen?
00:08:23: Was sind da die Hindernisse Maya?
00:08:26: Ja, mir fällt natürlich sofort das Thema vergleichen ein.
00:08:28: Weil darüber habe ich ja auch schon den Buch geschrieben und da hab' ich schon viel drüber nachgedacht also dieses sich selbst nicht ganz als eigenen Experten anzuerkennen.
00:08:40: Das kommt oft dadurch weil wir denken dass sie anderen schöner sind, dass die besser sind, Dass sie kompetenter sind, nie so richtig zu unserem eigenen kommen.
00:08:56: Also wir können dann auch nicht hundert Prozent authentisch handeln, wenn wir immer so handeln wie andere handeln würden.
00:09:04: Das hat schon viel mit dem Selbstwertgefühl zu tun.
00:09:07: also dass ich auf mich selbst vertraue und sage Ich habe in meinem Leben alle Ressourcen, die ich brauche und ich habe alles was sich dazu braucht um für mich eine stimmige Entscheidung zu treffen.
00:09:22: Und wenn ich jetzt nur auf mich selber höre und meine eigene Stimme frage dann muss ich mich nicht vergleichen weil andere Menschen haben ganz andere Erfahrungen gemacht und sie sind nicht in der Situation in der ich jetzt gerade bin mit genau dem gleichen Gefühl.
00:09:37: also man kann es eigentlich gar nicht vergleichen Und das wäre so ein Thema mal darauf zu achten, dass man nicht immer Vergleiche zu anderen zieht sondern mehr auf die eigene Stimme hört und bei sich selbst bleibt.
00:09:51: Weil da dann der eigene Erfahrungsschatz ja enthalten ist?
00:09:55: Ja!
00:09:56: Und es ist natürlich in einer Situation kann kein anderer genau das gleiche Gefühl haben wie ich selber.
00:10:02: In dem Sinne ist jeder Mensch einzigartig mit seinem Erfahrungsschatz.
00:10:10: unglaublich viel Mut, finde ich dieser inneren Stimme gehört zu geben.
00:10:16: Weil in dem Augenblick mache ich mich immer wieder frei also von den Vergleichen die du gesagt hast, Maya aber ich mach' mich auch frei von den Erwartungen, die vielleicht von anderen spüre und ich mach', mich auchfrei von irgendwelchen Konformitäten, die auch da sind.
00:10:34: Also ich muss mich immer aus meiner Komfortzone herausbewegen und dann in dem Augenblick gegen den Strom anschwimmen.
00:10:42: Ja, wir gefallen dann im Zweifel nicht jedem!
00:10:44: Das hat auch damit zu tun dass wir eben nicht angepasst uns immer verhalten sondern dann auch mal den eigenen Kopf durchsetzen.
00:10:52: Und das Auszuhalten ist oft gar nicht so leicht Dass man dann mal gegen Widerstand stößt oder sich von seiner kantigeren Seite zeigt die nicht immer nur bequem ist.
00:11:08: Und wenn ich das dann schaffe, dann führt es ja in dem Augenblick dazu dass ich sehr authentische Entscheidungen treffe, die zu mir passen und die mir auch eine innere Klarheit geben was ich möchte.
00:11:25: Interessanterweise finde ich, dass genau diese Authentizität dann einen die Anerkennung wieder bringt.
00:11:34: Also da tankt man dann quasi wieder das, was einem gefehlt hat weil man eben sich auch kantig gezeigt hat.
00:11:41: aber am Ende fühlt sich das viel besser an weil dann bin ich bei meinem geblieben und gleichzeitig ist es ja auch bewundernswert wenn ich klar bin und authentisch ja bin und das merken ja auch andere Menschen die mit mir zu tun haben
00:11:55: Ja, das geht dann ganz stark in Richtung Einzigartigkeit.
00:11:59: Und ich bin dann in meiner Selbstbestimmtheit drin und trage gleichzeitig auch die volle Verantwortung für meine Entscheidung weil ich kann das nicht auf irgendwelche Konformitäten abwälzen?
00:12:13: Das ist vielleicht auch ein Thema was es schwieriger macht ja dass wir nicht immer gerne die voller Verantwortung übernehmen weil wenn wir eine Entscheidung treffen Und es läuft irgendwas schief oder nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.
00:12:27: Dann sind wir natürlich für die Konsequenz auch verantwortlich und dann ist es schon immer leichter zu sagen, ja, das war ja nicht meine Idee!
00:12:36: Ich kann da gar nichts dafür... Ja ich habe mich eigentlich nur der Gruppe angeschlossen oder ich hab nur wegen dem oder derjenigen das so oder so gemacht.
00:12:45: Wir stehen da in der vollen Verantwortung für uns selbst
00:12:49: Und das passt auch so ein bisschen zu dem Thema richtig und falsch.
00:12:52: Ich finde, im Zusammenhang mit der Verantwortung und auch mit der inneren Stimme da kommt man immer zu diesem Thema dass es ja manchmal eine Gruppe gibt die so einen unausgesprochenen Konsens darüber haben was ist ein richtiges Verhalten oder was ein falsches Verhalten?
00:13:11: Und ich muss da immer so besonders an Jugendliche denken, die ihre erste große Liebe finden und sich total verlieben.
00:13:19: Und wo dann Freundinnen immer Tipps geben von außen?
00:13:23: Ja nee den darfst du jetzt in den nächsten zwei Wochen auf keinen Fall anrufen!
00:13:27: Du musst dich jetzt rahr machen, dann wirst du
00:13:29: interessanter.".
00:13:30: Und das ist dann so, dieses Soverhält man sich richtig.
00:13:33: Wenn man einen neuen Partner kennenlernt und so macht man alles richtig dass die Beziehung dann hinterher auch hält und funktioniert.
00:13:43: Auch da ist es so.
00:13:44: also ich stärke immer jeden darin nach der eigenen Intuition zu gehen und wenn's mir danach ist schon heute wieder anzurufen obwohl ich gestern erst angerufen habe Dann ist das genau das Richtige in dem Moment
00:13:59: Und sich dann gleichzeitig freimachen von all den Ratschlägen aus der Peer Group zum Beispiel oder aus der Konformitätsgruppe.
00:14:08: Das kostet schon Kraft, zu sagen ich mache jetzt mein eigenes Ding.
00:14:13: Ich ziehe das durch und gehe nach meinem eigenen Impuls
00:14:18: Ja.
00:14:19: Das Thema habe ich auch oft in Firmen, also wenn ich so Mitarbeitergespräche vorbereite mit Menschen zum Beispiel die sagen dann ja das macht man bei uns nicht dass man da auch gegenseitiges Feedback gibt zum Beispiel und denen ist es aber danach auch ihren Vorgesetzten mal was zurückzumelden also natürlich auf eine konstruktive Art und Weise.
00:14:39: Das fällt für mich auch so unter dieses... das hab' ich dann nicht richtig gemacht.
00:14:44: Da gibts ne unausgesprochene Regel Und manchmal ist die ja gar nicht wirklich klar formuliert, sondern ich habe nur das Gefühl so wäre mein Verhalten richtig und so ist mein Verhalt falsch.
00:14:57: Und dass dann mit seinen eigenen Werten auch abzugleichen?
00:15:02: Vielleicht ist da eine Kultur, die gelebt wird was man aber mit sich selber auch nicht gut heißen kann
00:15:09: oder?
00:15:09: Ja was zu einem gar nicht
00:15:10: passt!
00:15:12: Ja und die Frage ist wie können wir jetzt diese innere Stimme auch stärken, dass wir dadurch einen ganz guten Kompass haben für ganz unterschiedliche Situationen.
00:15:25: Was lässt unsere innere Stimme lauter werden?
00:15:29: Und auch da ist es wie so oft so das ganz wichtig ist mal innezuhalten und in die Stille zu gehen und sich ein bisschen Zeit zu nehmen und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken den leisen Impulsen mal Raum zu geben.
00:15:45: also Es ist ja oft so, dass wir so im Außen sind mit allen Sinnen und so am Tun sind.
00:15:51: Dass wir gar nicht spüren was unser Bauch uns sagt in dem Moment.
00:15:56: Und es ist schon etwas anderes.
00:15:58: wenn ich einmal am Tag so bewusst überleg Wie ist denn jetzt mein Bauchgefühl dazu?
00:16:04: Und wir treffen ja am Tag unendlich viele kleine Entscheidungen.
00:16:08: Das merken wir gar nicht, aber wir entscheiden was ziehen wir an.
00:16:12: Frühstücken wir jetzt erst oder duschen wir erst?
00:16:15: oder was wollen wir dann eigentlich essen?
00:16:18: wie gestalten wir unsere Tagesstruktur?
00:16:20: da sind ja ganz ganz viele.
00:16:21: Eigentlich kommt eine Entscheidung nach der anderen.
00:16:24: Und wenn wir da jedes Mal üben, kurz mal innezuhalten und mal still zu werden.
00:16:30: Und zu gucken was sagt denn meine Intuition?
00:16:32: Dann haben wir schon ein Super-Training!
00:16:36: So lehnt sich das daran an, was du gerade gesagt hast, Maya mit dem Innerhalten.
00:16:41: Das heißt wir versuchen möglichst über diese Körperwahrnehmung an unsere innere Stimme ranzukommen Denn die Intuition zeigt sich zuerst körperlich.
00:16:52: also habe ich ein flaus Gefühl zum Beispiel, wenn ich an eine bestimmte Entscheidung denke.
00:17:00: Oder merke ich, wenn Ich einen bestimmten Satz ausspreche der zu einer Entscheidung führt das plötzlich eine Entspannung in mir spürbar ist.
00:17:11: Ich mache das tatsächlich gerne immer wieder mit den Klienten über diese Körperwahrnehmung zu gehen zB Wenn da so Ambivalenzen sind, mache ich das oder mache ich dass nicht und es ist so ein Gefühl wie er war.
00:17:26: Dann schreibe ich gerne mit den Klienten die unterschiedlichen Pole auf oder auch die unterschiedlichen Entscheidungen.
00:17:35: Und ich spreche das dann mit den Klienten aus und die spüren in sich hinein, wo fühlt es sich stimmiger an?
00:17:44: Ich sage jetzt mal ein Beispiel – einen Klient hat ganz viele Hemmungen bei einer Einladung zuzusagen oder abzusagen und dann wären das die Äußerungen «Ich nehme die Einladungsan».
00:18:02: Diese beiden Pole führen schon dazu, dass ein Gefühl entweder mehr für die eine Seite sich bemerkbar macht oder mehr für andere Seite.
00:18:10: Und das kann man dann natürlich auch nochmal beleuchten.
00:18:13: was steckt da vielleicht noch dahinter?
00:18:16: und es zeigt sich ganz schön geht's in die Einrichtung oder mehr in die andere Richtung wenn wir diese Körperwahrnehmung mit einbeziehen?
00:18:25: Ich finde, wenn du das so schildert, Claudia, dann kann man sich auch ganz gut eine Waage vorstellen.
00:18:29: Und da hat man die eine Entscheidung in der einen Hand und die andere in der anderen Hand.
00:18:34: Dann weiß man auch was wiegt schwerer?
00:18:36: Wo habe ich mehr Argumente?
00:18:40: Ja und ganz ähnlich mache ich das mit meinen Klienten oft über den Kopf, also wir visualisieren quasi den Zielzustand.
00:18:49: Und da geht es auch ganz häufig um Entscheidungen.
00:18:52: dann stellt man sich genau vor wie ist das wenn ich jetzt zum Beispiel die Freunde besuchen gehe oder wie ist es wenn ich zu Hause bleibe?
00:19:00: Dann male ich mir das in Bildern aus und dann stelle ich Fragen dazu Wie fühlt sich das an Wenn ich zu Hause bleibe, wie fühlt sich das an wenn ich da hingehe?
00:19:11: Und was ist dann anders und was wird dadurch möglich.
00:19:16: Auch wenn es nicht um Entscheidungsprozesse geht sondern tatsächlich um so einfache Dinge kann ich mir immer versuchen das wie so ein Film auszumalen und dann zu gucken welche Gefühle tauchen auf?
00:19:30: weil im Prinzip der Kopf also die Gedanken die ich dann habe die lassen ja die Gefühle entstehen und es verstärkt so ein bisschen dieses Intuitionsbauchgefühl.
00:19:41: Also, so kann ich das noch mehr rauskitzeln?
00:19:43: Das heißt in deinem Beispiel würde ich mir dann ausmalen wie sieht es aus wenn ich jetzt zu dem Fest geht zur Einladung oder wie sieht das Bild aus, wenn ich mich dafür entscheide Zuhause zu bleiben.
00:19:57: also sehr schön visualisiert, wie du das beschreibst.
00:20:01: Genau!
00:20:01: Also bei dem Zuhausebleiben sehe ich mich dann vielleicht in so einer gemütlichen Hauselklamotte.
00:20:06: da sehe ich mein Sofa vor mir, da sehe auch was ich alles mache, wo nach mir gerade ist und wenn ich dazu den Freunden gehe, dann sehe ich die Menschen, auf denen ich mich freue und vielleicht auch die, vor denen ich irgendwie Respekt habe oder wo ich denke ja es könnte nicht einfach sein, dann seh ich den Weg dahin, wie ich ihn beschreite Ja.
00:20:30: Und was auch hilft, die innere Stimme zu hören ist, dass wir ganz klar anerkennen, dass diese Intuition nicht rein irrational ist sondern es ist ein Erfahrungsschatz der angesammelt ist durch unsere ganz persönlichen Erfahrungen und das da ein permanenter Musterabgleich läuft implizites Wissen und implizite Erfahrungen vorhanden sind, die dann zu einer Entscheidung positiv beitragen können.
00:21:05: Also das ist quasi mein persönliches Expertenwissen über mich selber – und das darf man nicht unterschätzen!
00:21:14: Ja, und dann ist es natürlich gut mit kleinen Dingen anzufangen.
00:21:18: Also zum Beispiel fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit oder nehme ich das Auto?
00:21:23: Und dann kann ich wieder meine Intuition fragen und abwägen und dann eine Entscheidung treffen.
00:21:29: Das müssen ja nicht gleich so riesengroße Entscheidungen sein sondern eben so ganz kleine Alltagsentscheidungen!
00:21:37: Weil du das auch noch mal gesagt hast, dass wir ja unser eigener Experte sind.
00:21:43: also Kein anderer ist mit dem eigenen Körper so vertraut wie wir selber.
00:21:49: Mir kommt da eine Klientin in den Sinn, die war bei mir an der Beratung und die hatte auch gesagt sie fühle sich so erschöpft und wollte das auch beim Hausarzt abklären lassen Und der Hausarst hat dann gesagt ja Sie haben drei Kinder und sie arbeiten und es ist sehr voller Alltag.
00:22:08: Da ist es nicht verwunderlich dass sie sich müde und erschöpt fühlen.
00:22:13: Und das ist auch zunächst erstmal eine ganz plausible Erklärung.
00:22:17: und die Klientin hat aber selber für sich gemerkt, nee.
00:22:20: Das ist noch nicht alles.
00:22:21: also mein Körper gibt mir gerade andere Signale auch wenn ich die noch nicht so fassen kann.
00:22:27: und es kann jetzt nicht die alleinige Erklärungen sein.
00:22:30: und da hat sie ihrem inneren Experten vertraut überlegt, ja ich muss dann noch mal weiter nachforschen was es ist und letztendlich hat sie bei weiteren Forschungen dann festgestellt dass sie eine Unverträglichkeit hat bezüglich eines bestimmten Ernährungsmittels.
00:22:51: Und hat dann ihre Ernährung umgestellt und siehe da dann kam die Energie wieder zurück.
00:22:57: also sie hat selber gemerkt Ja mit meinem Körper stimmt etwas nicht.
00:23:03: jetzt nur einen kleinen Ausschnitt von mir und ich selber habe aber ganz viel Erfahrung mit meinem Körper, und merke das kann nicht die alleinige Begründung sein.
00:23:14: Und sie ist dran geblieben und es hat sich in dem Augenblick
00:23:17: bewährt.".
00:23:19: Ja und wir wollen natürlich euch auch nicht vorenthalten!
00:23:23: Es gibt eine Hürde beziehungsweise ist die Intuition auch fehleranfällig?
00:23:29: Und zwar wenn psychische Inhalte im Vordergrund stehen Und da finde ich, ist ein ganz eindrückliches Beispiel Ängste.
00:23:37: Also wenn ich Ängsten habe dann gaukeln die mir ja vor.
00:23:40: Ich soll diese Situation lieber vermeiden zum Beispiel weil ich kriege sofort ein ungutes Gefühl Wenn nicht an die Konfrontation mit der Situation denke und in dem Fall es ist aber kontraproduktiv.
00:23:54: Also ich nehme doch mal das Beispiel, mit dieser Entscheidung gehe ich zu diese Einladung hin oder bleibe ich zu Hause.
00:24:00: Wenn da eben soziale Ängste mit rein spielen weil ich Angst habe vor diesen Begegnungen dann ist es die Angst die entscheidet wenn ich mich gegen diese Einladung entscheiden würde und nicht die Intuition
00:24:15: Ja.
00:24:15: und dann gibt es natürlich auch noch den inneren Schweinehund, der aktiv werden kann.
00:24:19: Also das wäre jetzt bei dem Beispiel mit deiner Patientin.
00:24:23: wenn sie sich entscheidet selber was zu tun für ihre Gesundheit und sie aber keinen Abgleich hat und kein Wissen darüber was ist denn gut für mich dass mein Mobilität wieder ganz hergestellt wird?
00:24:37: Dann könnte es sein, dass sie einfach zu wenig selber trainiert.
00:24:40: deswegen empfehlen ja auch Ärzte im Marie-H Und da ist es schon wichtig, dass man dann auch den Schweinehund überwindet und sagt ich nehme das selber in die Hand.
00:24:50: Ich habe das richtige Gefühl für mich aber ich drück mich auch nicht davor tatsächlich meine Muskeln wieder aufzubauen oder meine Bewegung zu stabilisieren.
00:25:03: Und als Impuls für den Alltag möchten wir euch mitgeben, dass ihr immer mal wieder innehaltet und auf eure Körperwahrnehmung achtet.
00:25:15: Also was sagt euch das Bauchgefühl, habt ihr ein flaues Gefühl im Bauch?
00:25:21: Oder ist der Bauch entspannt oder habt ihr den Eindruck dass der Kopf eher drückt.
00:25:27: Oder ist er ganz klar und frisch?
00:25:30: bei dieser Entscheidungsoption also immer wieder den Blick nach innen zu richten wie fühlt sich der Körper an um die innere Stimme auch hören zu können?
00:25:40: Und dann habt ihr einen wunderbaren Kompass in der Hand den ihr nutzen könnt Wenn wir noch mal mit euch Rückschau halten, was wir heute thematisch behandelt haben.
00:25:57: Da ging es ganz stark um die Intuition, was eine Intuition auszeichnet und warum es uns manchmal schwer fällt auf die innere Stimme zu hören und wie wir der inneren Stimme mehr Gehör verschaffen
00:26:14: können.
00:26:19: Wenn euch der Podcast gefallen hat, findet ihr viele weitere Folgen bei allen gängigen Podcast Anbietern.
00:26:27: Wir danken euch fürs zuhören und wünschen euch immer wieder die Möglichkeit, innezuhalten und die innere Stimme zu hören!
00:26:37: Alles Gute.
Neuer Kommentar