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Mit Resilienz gegen Stress

Shownotes

In dieser Podcastfolge geht es darum, wie du wirksam das Immunsystem deiner Seele stärkst, um besser mit Konflikten, Druck und Anspannung umgehen zu können, kurzum mit alldem, was dich stresst. Wir erklären, was Resilienz in der Psychologie bedeutet, sprechen darüber, warum es uns oft so schwer fällt, sie in uns hervorzurufen und stellen dir die "7 Säulen der Resilienz" nach Emmy Werner vor und zeigen, wie du sie aufbauen kannst. Am Ende geben wir dir eine einfache Gedankenübung mit auf den Weg: "Ich packe meinen Resilienzkoffer."

Das sind die Themen und Fragen dieser Podcastfolge

  • Aufzählungs-TextWas bedeutet Resilienz und warum ist sie so wichtig für uns?
  • Aufzählungs-TextWas macht es vielen so schwer, an ihrer Resilienz zu arbeiten?
  • Was können Ursachen für Stress sein?
  • Die 7 Säulen der Resilienz und wie wir sie für uns aufbauen können
  • Übung: Packe deinen persönlichen Resilienzkoffer

Wir wünschen dir eine gute Zeit und die Fähigkeit, dich nach Krisen wieder aufzurichten.


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Die Tipps und Übungen aus dieser Folge findest du übrigens zum Nachlesen auf unserer Seite [hier]).


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Transkript anzeigen

00:00:06: Wecke deine Lebensfreude!

00:00:15: Der psychologische Podcast von und mit Maya Günther

00:00:19: und Claudia Morgenstern.

00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:26: unseres Podcasts,

00:00:28: heute sprechen wir über Resilienz als Immunsystem der Seele.

00:00:33: Ja und die Definition von Resilienz, also es kommt eigentlich aus der Materialforschung.

00:00:40: Und beschreibt Stoffe, die nach großem Druck in die ursprüngliche Form zurückkehren.

00:00:46: Also man kann sich das so ein bisschen vorstellen wie einen Ball den man eindrückt und der dann wieder raus geht und voll wird oder wie ein Schwamm wenn man den zusammen drückt.

00:00:56: Dann ist er ja wenn man nicht mehr drückt auch wieder in seiner ursprünglichen Form.

00:01:02: Und für uns Menschen bedeutet es, dass wir nach Krisen uns wieder aufrichten können.

00:01:08: Das ist die Widerstandsfähigkeit unserer Seele in unsere alte Verfassung zurückzukehren.

00:01:17: und vielleicht noch mal anders als bei den Materialien gehen wir aber aus der Krise anders hervor.

00:01:25: also wenn's gut läuft sogar gestärkt aus einer Krise hervor.

00:01:30: Ich finde, das spürt man auch.

00:01:31: Wenn man nachträglich über Krisen spricht dann ist es oft so dass man sagt ja eigentlich möchte ich's nicht missen weil ich habe ganz viel gelernt und ich fühle mich jetzt noch stabiler als vorher.

00:01:42: Ja!

00:01:42: Und ich weiß, dass ich vielleicht die nächste Krise dadurch schaffen kann?

00:01:47: Da wächst die Zuversicht!

00:01:50: Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft.

00:01:53: Das ist die gute Nachricht.

00:01:55: wir können sie lernen

00:01:58: und da gehen wir auch später nochmal darauf ein, wie wir unsere eigene Resilienz stärken können.

00:02:04: Und das macht auch Mut finde ich dass wir da auch viel positiv beeinflussen können weil wenn wir da unser eigenes Immunsystem der Seele stärken könnten dann geben wir ganz anders durch das Leben

00:02:18: Ja und wir tun natürlich viel für unsere psychische Gesundheit.

00:02:22: Und wenn man sich mal so vorstellt, Krisen die man in der Jugendzeit hatte, die waren ja oft so gefühlt existenziell da hat man noch gar nicht so gewusst worauf kann ich zurückgreifen?

00:02:33: Wie komme ich durch diese Krise?

00:02:35: durch?

00:02:35: zum Beispiel Liebeskummer.

00:02:37: Bei vielen Menschen hat sich der allererste Liebeskummer am allerschlimmsten angefühlt, weil man eben noch nicht die Erfahrung gemacht hat dass da in einem eine Stärke oder Ressourcen wohnen auf die man zurückgreifen kann.

00:02:52: und wenn wir später Liebeskommer haben dann wissen wir in der Regel es ist zwar schlimm aber wir werden's überstehen.

00:02:59: Wir kommen dadurch

00:03:01: Also im Grunde genommen, Maja beschreibst du die Resilienz wie ein Prozess.

00:03:06: Es ist kein fester Zustand in dem wir drin sind sondern die Resolienz kann sich in unserem Leben weiter entwickeln und wir können sie selber stärken.

00:03:18: Und auch Menschen, die sehr resilient sind kommen ja genauso in Krisen rein Wie auch andere Menschen.

00:03:26: Sie sind jedoch in der Lage sich schneller wieder aufzurichten oder bleiben nach der Krise nicht liegen, um in dem Bild zu bleiben sondern richten sich dann auch wieder auf.

00:03:37: Das wäre schön wenn wir um die Krisentrum rumkommen.

00:03:41: Aber leider bringt uns das Leben die ein- oder andere Herausforderung.

00:03:46: So ist es!

00:03:48: Was macht es schwer an der Resilienz zu arbeiten?

00:03:51: Es ist manchmal schwierig, wenn wir nicht genau wissen woher unser Stress eigentlich kommt oder woher die Belastung eigentlich kommt.

00:04:00: Und wir denken zum Beispiel dass wir zu viel Arbeit haben aber eigentlich sind wir zb mit der Aufgabe unzufrieden.

00:04:08: oder wir können uns nicht abgrenzen und nicht nein sagen und dann kann man irgendwann nicht mehr unterscheiden was es denn meine Stressursache eigentlich.

00:04:19: Wenn ich Menschen, die überlastet sind, frage, was ist denn die Ursache für ihren Stress?

00:04:24: Dass dann so eine Verallgemeinerung kommt.

00:04:27: Ja, die Arbeit zum Beispiel und das gar nicht so richtig klar ist ja, was denn an der Arbeit genau?

00:04:35: Und dann hilft es auf die Suche zu gehen, was die genaue Stressursache eigentlich isst.

00:04:41: Wie gehe ich am besten auf die suche?

00:04:43: mal durch Fragen oder also ich meine dass wir da Ur-Sachenforschungen betreiben Und manchmal hilft dann auch ein Gegenüber, das nochmal genauer nachhakt um aus diesem großen Paket einzelne Elemente herauszufiltern die in diesem Paket drin sind.

00:05:00: Genau!

00:05:00: Das hilft mit Freunden ins Gespräch zu gehen und einfach mal diese Situation zu beschreiben.

00:05:07: Falls mir schwer, ich arbeite zehn oder zwölf Stunden am Tag und dann kann man sicher auch mal überlegen warum arbeitet man denn zum Beispiel zwölft Stunden am tag.

00:05:17: In der Regel hat man ja einen Vertrag, der die acht Stunden nicht überschreitet!

00:05:22: Und da ist dann die Frage habe ich Angst vor einem Konflikt mit einem Vorgesetzten wenn ich da einmal hingehe und sage also im übrigen Ich arbeite jeden Tag zwölfe Stunden und das Pensum ist so für mich nicht machbar?

00:05:36: oder ob ich Angst habe Aufgaben abzugeben, weil ich denke, ich bin der Experte und es fällt mir ganz schwer auch mal was aus der Hand zu geben.

00:05:45: Oder es fällt mich schwer auf meine Grenzen zu achten, dass ich mich nicht gut abgrenzen kann wenn mir jemand noch etwas zuschiebt?

00:05:52: Oder manchmal hat es auch mit den eigenen Werten zu tun, dass man dann ein Jahr lang zum Beispiel an einem Projekt arbeitet und dann spart die Firma Geld.

00:06:00: Und dann braucht dieses Projekt nicht mehr und dann wird das eingestellt!

00:06:04: Dann habe ich natürlich einen Problem mit meinem Gefühl von was ist denn sinnvoll eigentlich?

00:06:12: Jetzt fühle ich mich nicht wertgeschätzt und nicht geachtet und die Arbeit läuft dann so ins Leere... Und dann kann es auch Stress verursachen, der immer größer wird.

00:06:23: Wo ich Resilienz brauche!

00:06:26: Dann ist es natürlich ganz hilfreich mal zu schauen welche Ursachen von Stress können das denn sein?

00:06:33: Und da gibt es ja eine ganz große Vielfalt an möglichen Stressoren und Stress entsteht immer dann, wenn ich mich selber überfordert fühle.

00:06:43: Das ist natürlich immer was sehr Subjektives.

00:06:46: also das ist meine eigene Bewertung dass mir gerade etwas zu viel ist und die möglichen stressoren können aus ganz unterschiedlicher Richtung kommen.

00:06:56: Die können bei der Arbeit entstehen, dass ich mich überforderd fühle oder auch genauso unterfordert fühle, wenn ich mein Potenzial nicht so entfalten kann wie ich es eigentlich entfhalten möchte.

00:07:09: Sie können auch aus dem privaten Bereich kommen die Stressoren.

00:07:12: vielleicht habe ich eine Doppelbelastung weil ich einen Angehörigen neben meiner Arbeit pflege und versorge oder Ich bin gerade im Konflikt oder in einer privaten Krise mit einem wichtigen Menschen.

00:07:28: das können die eigenen Eltern sein die Partnerinnen, also das sind auch so private Stressoren, die im Leben auftauchen können.

00:07:38: Ja oder manchmal sind es auch die Erwartungen, die man an sich selber stellt dieser Perfektionismus den ich vielleicht so gelernt habe oder auch des Tempo dass ich das Gefühl hab Ich muss alles immer schnell machen und ich gebe mir selber keine Zeit Und die Erwartung, die ich an mich selber stelle.

00:07:58: Dass sich das Gefühl habe, ich muss alles selber schaffen zum Beispiel.

00:08:01: Das ist auch häufig.

00:08:03: Da sind dann die inneren Stressoren?

00:08:05: Genau!

00:08:05: Die sind bei mir im Kopf oder in meinen Gefühlen eingraviert und die muss ich erst mal entlarven.

00:08:13: Und wenn wir mal schauen, ja was können wir denn für unsere Resilienz tun und wie können sie auch stärken?

00:08:20: Da möchten wir euch die Sieben Säulen der Resilience vorstellen.

00:08:24: Und dabei auch immer erklären, wie wir diese auch gut stärken können damit wir in unserem Immunsystem der Seele gerüstet sind.

00:08:34: Und diese sieben Säulen der Resilienz, die sind auf eine ganz wichtige Studie zurückzuführen.

00:08:40: Die ist schon relativ alt von nineteenhundertfünfundfünfzig.

00:08:44: Aber diese siebensäulen haben sich weiterhin bewährt und werden immer noch benutzt.

00:08:51: Damals war es die Emmy Werner, die hat eine Langzeitstudie gemacht mit Kindern aus schwierigen Familien damals auf Hawaii.

00:09:01: Sie hat dann eben geschaut Welche Kinder haben es im Leben dann für sich gut geschafft, den eigenen Weg zu finden?

00:09:10: Und welche Kinder haben das nicht gut geschafft?

00:09:12: und worin haben die sich unterschieden?

00:09:15: Da kamen sieben Säulen der Resilienz.

00:09:18: zum Tragen, die wir euch jetzt vorstellen.

00:09:20: Und daran sieht man dass auch schwierige Bedingungen eben durch diese Resilienz gemeistert werden können weil wir werden alle im Leben immer mal wieder Krisen erleben.

00:09:31: keiner bleibt davon befreit.

00:09:33: aber wie können mit den Krisen gut umgehen?

00:09:37: Also es geht quasi darum zu gucken was macht denn den Unterschied bei denen, die ein gutes Leben haben hinterher trotz Staat Schwierigkeiten und bei den, die da irgendwie hängen bleiben und nicht rauskommen.

00:09:49: Ja!

00:09:49: Und das können wir sozusagen auf jede Krise auch übertragen?

00:09:55: Ein Punkt ist zum Beispiel die Akzeptanz also dass es eine Säule der Resilienz das heißt anzunehmen was isst Also welche Umstände sind gerade da?

00:10:06: oder wie geht's mir mit meinem Körper?

00:10:09: und sich auch fragen, was kann ich verändern?

00:10:12: Und was kann nicht verändern.

00:10:14: Also das ist ja ganz häufig eine ganz wichtige Frage wenn ich mich irgendwo unwohl fühle dass ich erstmal schaue Ist es beeinflussbar von mir oder ist der Umstand nicht veränderbar?

00:10:28: Zum Beispiel, das Älterwerden kann ich nicht verhindern.

00:10:32: Das kann ich mich aufhalten und jetzt sehe ich halt ein bisschen schlechter als früher.

00:10:36: Da hatte ich die Hürde nicht!

00:10:38: Jetzt muss sich gucken wie komme ich denn damit zurecht?

00:10:41: Dass ich jetzt schlechter sehe und dass erstmal annehmen und akzeptieren und diese Einschränkungen auch annehmen

00:10:49: Ja

00:10:49: oder wenn ich merke, ich kann nicht mehr das gleiche Pensum leisten wie früher.

00:10:55: Also da war ich jung und frisch im Kopf und da konnte ich in kurzer Zeit ganz viel lernen.

00:11:00: und jetzt muss ich mir mehr Zeit nehmen, wenn ich eine Fortbildung mache damit die Dinge auch wirklich hängen bleiben.

00:11:07: und ich merk so schnell kann ich mir das nicht mehr merken.

00:11:12: Ja, und die zweite Säule – und sie sind auch nicht nach Prioritäten formuliert.

00:11:16: Diese Säulen, sondern diese sind gleichzeitig da!

00:11:19: Und die zweite säule ist der Optimismus.

00:11:22: Das stärkt meine Widerstandskraft in der Seele.

00:11:26: das heißt dass wir den Blick auf die positiven Dinge richten und natürlich fällt es uns manchmal sehr schwer positiv oder optimistisch zu denken.

00:11:37: Aber wir merken ganz klar, es macht einen Unterschied ob ich innerlich sage das Glas ist halt voll oder sage des Glas ist halb leer.

00:11:45: Das fühlt sich ganz anders an und wenn's mir manchmal schwer fällt optimistische Gedanken zu haben kann ich aber mich um ein Perspektivenwechsel bemühen indem ich mich innerlich auch dazu auffordere zu sagen, ja das Glas fühlt sich gerade für mich halb leer an aber ich versuche jetzt mal den positiven Gedanken zu nehmen.

00:12:09: Das Glas ist halb voll und so geht es ja bei vielen Sachen dass ich versuchte das halbvolle Glas zu nehmen und manchmal auch dann meinen Gedanken ganz bewusst nochmal durch einen Perspektivenwechsel zu optimieren.

00:12:24: Das wäre zum Beispiel jetzt bin ich zwar älter, aber auch ein bisschen reifer.

00:12:28: Ja!

00:12:32: Und manchmal gibt es auch Leitfragen als Unterstützung und in dem Fall könnte eine Leitfrage sein wie könnte ich die Situation noch sehen?

00:12:41: Wie könnte ich sie noch anders sehen?

00:12:44: Dann kriegen wir diesen Perspektivenwechsel mit einer Frage.

00:12:47: Manchmal ist das ganz hilfreich sich so

00:12:50: eine Frage

00:12:51: zu haben.

00:12:52: Ja, und dann gibt es als dritte Säule die Lösungsorientierung.

00:12:57: Also welche Lösung gibt das für die Dinge auf die ich Einfluss habe?

00:13:02: Die auf die Ich keinen Einfluß hab?

00:13:03: brauche ich nicht schauen?

00:13:05: ja aber dass wo ich ein Fluss drauf habe kann ich mir nochmal anschauen.

00:13:09: Und wenn ich jetzt zum Beispiel unzufrieden bin in meinem Job Dann habe ich ganz viele Möglichkeiten für Lösungen.

00:13:17: Ich kann zum einen schauen, ob ich innerhalb des Jobs irgendwas verändern kann, dass es mir besser geht?

00:13:24: Ich kann schauen, Ob ich arbeiten oder Aufgaben abgeben kann, die ich nicht so gerne mache.

00:13:29: oder ich kann auch schauen, also sich zu orientieren und mal zu gucken, welche Lösung wäre denn hilfreich.

00:13:43: jetzt in dem Moment ist die dritte Säule.

00:13:46: Und daran lehnt sich auch die Zukunftsorientierung als nächste Säuble an.

00:13:51: das heißt ich richte meinen Fokus nach vorne weil die Vergangenheit kann nicht mehr verändern Wieder ein Teil der Akzeptanz.

00:14:01: Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber ich kann meine Zukunft für mich gestalten.

00:14:07: Das heißt, ich überlege mir was sind für mich die nächsten Schritte um mein eigenes Ziel zu erreichen?

00:14:15: und die Frage kann eben sein.

00:14:17: Was kann ich jetzt gerade tun?

00:14:20: Mir ist gerade eingefallen, mein Mann, der sagt manchmal zu mir hätte, hätte Fahrradkette.

00:14:24: Ja!

00:14:25: Recht hat er!

00:14:27: Hast

00:14:27: du auch gut?

00:14:29: Zu dem Punkt Zukunftsorientierung.

00:14:31: Genau

00:14:32: ja.

00:14:32: also manchmal verfallen wir dann auch in so eine Grübelei, dass wir das Vergangene... Immer wieder nochmal hinterfragen, was wäre gewesen wenn ich da anders abgebogen wäre in meinem Leben?

00:14:44: Aber das haben wir tatsächlich nicht mehr in der Hand.

00:14:48: Also der Blick geht ganz stark nach vorne.

00:14:52: Dann gibt es noch die Säule Selbstwirksamkeit.

00:14:55: also Ich habe die Zügel in der hand und gehe bei der selbst Wirksamkeit auch aus der Opferrolle raus Und da geht es auch darum, den eigenen Stärken zu vertrauen.

00:15:06: Dass man weiß – man hat Ressourcen in sich!

00:15:09: Man hat Stärkungen und denen kann man auch vertrauen.

00:15:12: also ich kann auch selbst wirksam werden durch mein Tun.

00:15:17: Und die nächste Säule ist die Netzwerkorientierung.

00:15:21: Das heißt, ich überlege mir wer kann mir in der Situation gerade behilflich sein oder wer gehört auch zu meinem Netzwerk dazu?

00:15:32: Also was habe ich auch für unterstützende Bezugspersonen?

00:15:37: und wenn ich an diese Studie denke von der Emmy Werner da waren oft die Kinder ja die kam aus zerrüttelten Familien die Bezugsperson nicht unbedingt die Eltern, sondern es war dann vielleicht eine Bezugssperson aus der Schule oder ein anderer Verwandter.

00:15:55: Oder wie ein Mentor.

00:15:56: also dass man sich auch immer überlegt wer kann mir in dieser Situation auch helfen?

00:16:02: und wir können diese Soil auch immer wieder stärken indem wir uns überwinden Hilfe anzunehmen oder auch ganz gezielt um Hilfe bitten bei einer Person.

00:16:13: Ja, da ist die Hürde oft groß.

00:16:15: Da hat man dann auch oft das Gefühl ach vielleicht geht's schneller wenn ich es selber mache weil ich weiß wie es geht oder so.

00:16:21: Da kommen ja ganz viele solche Themen

00:16:24: und sich einzugestehen an der Stelle brauche ich jetzt Hilfe.

00:16:27: und das heißt nicht dass ich schwach bin sondern ich lass mich jetzt unterstützen.

00:16:31: oder es kann auch sein dass wir merken ja Wir sind gerade so in einer Krise drin Dass Ich Auch Dinge Nicht mehr So Machen Kann Dich Ohne Krise sehr Wohl Machen kann.

00:16:41: Also Ich Bin Da Auf Hilfe angewiesen und das wieder ein Teil der Akzeptanz zu akzeptieren, ja jetzt brauche ich gerade

00:16:49: Hilfe.

00:16:49: Ja es ist ein ganz großes Thema bei den Kursen von Angehörigen von Menschen mit Demenz.

00:16:55: also da merke ich dass sie oft viel zu spät Hilfe in Anspruch nehmen weil Sie auch immer das Gefühl haben Also so ein Stück weit ist es ihnen unangenehm manchmal auch.

00:17:06: Aber sie wollen's auch alleine schaffen und Sie haben auch oft das Gefühl, Sie werden von keinem verstanden.

00:17:11: also niemand versteht die Situation Und niemand macht es so gut wie sie selber.

00:17:17: da kommen ganz viele Themen zusammen.

00:17:19: Ja und das ist so eine Entlastung wenn dann da wirklich Hilfe von außen kommt

00:17:25: Also sich dann Expertenhilfe zu suchen oder sich zu vergewissern, dass es gleich Betroffene gibt.

00:17:31: Oder Gleichgesinnte.

00:17:33: Das ist ja auch schon wieder ein Teil des Netzwerkes und der Hilfemöglichkeit.

00:17:39: Ja!

00:17:39: Und dann gibts noch die Eigenverantwortung als letzte Säule... Das heißt, ich versuche meine eigenen Gefühle zu regulieren und mich zu reflektieren.

00:17:50: Es hat auch viel damit zu tun dass man sich selber ernst nimmt das man auf die eigenen Bedürfnisse schaut und sich Raum für sich selber nimmt im Sinne von Selbstfürsorge.

00:18:01: Es ist auch wichtig, dass ich mich selbst nicht vernachlässige und dass ich gucke, dass sich genügend Zeiten am Tag noch habe wo ich auch mal regenerieren kann oder wo ich meine Pause mache.

00:18:13: Oder wo ich irgendwas mach was mir Spaß macht und was mir einfach nur gut tut.

00:18:18: Und das sind leider ja die Zeiten oder die Dinge, die man sich oft als erstes abschneidet.

00:18:24: Also gerade wenn ich jetzt viel Arbeit habe oder mich um jemanden kümmere oder irgendwo zu Hause eine schwierige Situation ist dann sind wir mit dem Fokus ganz schnell im Außen beim anderen bei der Aufgabe und bei der Verantwortung dem Arbeitgeber gegenüber und da nimmt man sich eben nicht so viel Zeit, die um mal zu regenerieren zwischendurch.

00:18:50: Und ich trage gleichzeitig die Verantwortung für meine eigene Gesundheit?

00:18:55: Als Übung haben wir uns überlegt, dass ihr euren persönlichen Resilienzkoffer innerlich packen könnt.

00:19:04: Ihr könnt das aber auch auf einem Blatt Papier machen, sozusagen einen Rahmen mit dem Handgriff malen.

00:19:11: Das wäre dann der Koffer.

00:19:12: und was ist in eurem Resilienzkoffer drin?

00:19:16: Das heißt wer gehört zu eurem Netzwerk?

00:19:20: also dass ihr vielleicht da reinschreibt Wer sind wichtige Helfer für mich in einer Krise?

00:19:27: oder an wen kann ich mich wenden?

00:19:30: Und was sind meine Ressourcen, die mir in der Krise helfen?

00:19:34: Oder was ist ein positiver Gedanke, der mir auch durch die Krise hindurchhelfen kann.

00:19:42: Oder auch – Was sind meine Ziele?

00:19:44: Welche Lösungsideen habe ich?

00:19:47: Also das heißt dieser Koffer orientiert sich an diesen sieben Säulen und ihr könnt diese siebenSäulen hernehmen um eure Sachen gut zu packen!

00:20:04: Wenn wir nochmal mit euch Rückschau halten, was wir heute besprochen haben.

00:20:08: Heute haben wir uns um das Immunsystem der Seele gekümmert und euch auch noch mal gezeigt was wir unter Resilienz in der Psychologie verstehen und was es auch braucht um Resilient durch die Krisen hindurch zu kommen und wie wir auch diese Resilience gut stärken können

00:20:33: wenn euch der Podcast gefallen hat findet ihr viele weitere

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00:20:41: Wir danken euch fürs Zuhören und wünschen euch immer wieder die Möglichkeit, euch nach einer Krise wieder aufzurichten!

00:20:48: Macht's gut!

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